Stehende Bodhisattva-Statue, 1970er Jahre — Archive & Atlas
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Stehende Bodhisattva-Statue, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-4D15DA

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On the image

Eine stehende Figur, möglicherweise ein Bodhisattva, mit feiner Drapierung und gelassenem Gesichtsausdruck, hält ein kleines Objekt in der linken Hand. In den 1970er Jahren suchten viele Westler solche Darstellungen der Erleuchtung auf, in der Hoffnung, dass ein wenig von dieser Ruhe auf sie abfärben würde. Die Figur scheint ihrer Reise über Kontinente hinweg unbewusst zu sein.

Sie steht auf einem dunklen, geschnitzten Sockel vor einem kahlen, dunkelroten Hintergrund. Diese minimalistische Präsentation galt als äußerst modern und ermöglichte dem Objekt, "für sich selbst zu sprechen", ohne die Ablenkung durch, sagen wir, eine blumige Tapete oder einen Fernseher. Das ästhetische Ziel war oft, eine Aussage zu machen – selbst wenn diese Aussage nur lautete: "Ich besitze etwas Interessantes."

Das Werk vermittelt einen Eindruck friedvoller Versunkenheit, was einen willkommenen Kontrast zu den vorherrschenden Modetrends und Disco-Rhythmen der Zeit dargestellt haben mag. Man kann getrost davon ausgehen, dass es genau jene ruhige Kontemplation inspirierte, die sein Besitzer beabsichtigte.

The historian's note

Hierbei handelt es sich um eine Darstellung einer stehenden buddhistischen Figur, wahrscheinlich ein Bodhisattva wie Guanyin, charakterisiert durch seinen gelassenen Gesichtsausdruck, die aufwendige Drapierung und das kleine Objekt in der Hand – möglicherweise eine Lotusblüte oder Vase, typische Attribute dieser Gottheiten. Das Material scheint Elfenbein oder eine fein geschnitzte Nachahmung aus Knochen oder Kunstharz zu sein, auf einem dunklen Holzsockel montiert.

Der Stil ist kennzeichnend für ostasiatische Handwerkskunst, häufig in China oder Japan anzutreffen. Solche Statuen wurden vielfach sowohl für religiöse Verehrung als auch für den Export hergestellt, besonders vom späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

In den 1970er Jahren gab es großes Interesse am Sammeln von asiatischer Kunst und dekorativen Objekten in westlichen Ländern, wobei viele Stücke durch Handel, Reisen oder etablierte Kunstmärkte erworben wurden. Diese Statue ist ein typisches Beispiel solcher dekorativer Importe aus dieser Zeit.

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