Gekrönte Marienandachtsfigur, 1970er Jahre — Archive & Atlas
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Gekrönte Marienandachtsfigur, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-ECB3B2

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On the image

Eine reich verzierte Heiligenstatue aus den 1970er Jahren, vermutlich die Jungfrau Maria darstellend, trägt eine aufragende vergoldete Krone und prächtigen Brokat – Beleg für das Bestreben der Epoche, auch unbelebten Glaubensobjekten ein angemessen königliches Aussehen zu verleihen.

Die gewissenhafte Ausarbeitung erstreckt sich auf sorgfältig gemalte Tränen, eine Designwahl, die tiefe Empathie vermitteln soll – selbst wenn das Dargestellte technisch gesehen nicht leiden kann. Diese Hingabe an sartorische und emotionale Genauigkeit spiegelt ein menschliches Bedürfnis wider, das Göttliche mit nachvollziehbarem Leid auszustatten und sicherzustellen, dass die visuelle Darstellung des Glaubens beständig in Charakter bleibt.

The historian's note

Das Bild zeigt eine höchst aufwendig gestaltete Andachtsfigur, mit großer Wahrscheinlichkeit die Jungfrau Maria (Unsere Liebe Frau der Schmerzen), charakterisiert durch ihre kunstvollen Gewänder, prachtvolle Krone und gemalte Tränen. Solche Figuren sind zentral für die katholische Verehrung, insbesondere in spanischen und lateinamerikanischen Traditionen, wo sie häufig in kostbare Stoffe und Schmuck gekleidet werden. Diese Praxis spiegelt eine lange Geschichte der Würdigung heiliger Figuren durch prunkvolle materielle Gaben.

In den 1970er Jahren, wie hier dargestellt, behielten diese Traditionen starke kulturelle und religiöse Bedeutung, fungierten als Brennpunkte öffentlicher und privater Verehrung und wurden häufig bei religiösen Festzügen mitgeführt oder in Kirchen und Kapellen ausgestellt.

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