Schädelprobe und Ausweiskarte, South Dakota Roadside Museum, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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South Dakota

Schädelprobe und Ausweiskarte, South Dakota Roadside Museum, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-0A6283

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On the image

Jemand stellte sich vor die Glasvitrine mit einer Blitzlichtfotokamera und tat, was in den 1960er Jahren jeder mit einer Blitzlichtfotokamera tat: schoss es gerade ab, in der zuversichtlichen Annahme, dass mehr Licht automatisch eine bessere Aufzeichnung bedeutete. Die getippte Karte neben dem Präparat gibt einen Trivialnamen und ein lateinisches Binomen sowie einen Fundort in South Dakota an – die Art von gewissenhafter Beschriftung für Sammlungsbelege, die Museen an Landstraßen nutzten, um Touristen zu versichern, dass die ausgestellten Knochen lehrreich und nicht nur abschreckend seien.

Das Blitzlicht prallte von der Glasvitrine ab und traf genau auf den Kiefer, wodurch genau der Teil des Präparats gelöscht wurde, den ein Kurator hätte sehen wollen. Was übrig bleibt, ist weniger eine Fotografie eines Schädels als eine Fotografie des unerschütterlichen Vertrauens eines Fotografen, dass das Blitzlicht auf Glas zu halten ein vernünftiger Plan war – ein Vertrauen, das eine ganze Generation von Familienreisenden mit Instamatics teilte.

Das Horn, die Augenhöhle und die lange Knochenkurve sind alle noch vorhanden, sichtbar um die Ränder der Überbelichtung herum wie Beweisstücke um ein Alibi. Das überlieferte Bild sagt mehr darüber aus, wie Touristen der 1960er Jahre Museumsausstellungen fotografierten, als über das Tier, das die Ausstellung tatsächlich jemandem nahebringen sollte.

The historian's note

Kleine Museen an Landstraßen und regionale naturhistorische Museen verbreiteten sich in der Mitte des Jahrhunderts im amerikanischen Westen, oft um private Fossil-, Knochen- oder Präparationssammlungen herum entstanden und auf Autobahnreisende ausgerichtet statt auf Forschungswissenschaftler. South Dakota mit seinen Badlands-Fossillagerstätten und dem Black Hills-Touristenkorridor unterstützte von den 1950er bis 1960er Jahren eine Reihe solcher Institutionen, typischerweise von Amateurnaturforscher besetzt und durch Eintrittsgelder statt durch akademische Institutionen finanziert.

Präparate in solchen Sammlungen wurden häufig hinter Glas ausgestellt mit einer getippten Karte, die einen Trivialnamen, einen wissenschaftlichen Namen und eine Fundortlokalität angab, nach einer vereinfachten Version von institutionellen Museumsbezeichnungskonventionen. Diese Karten sollten der Ausstellung für ein Laienpublikum, das auf Familienausflügen vorbeifuhr, wissenschaftliche Glaubwürdigkeit verleihen.

Das gezeigte Objekt ist ein präparierter Schädelbeleg mit seiner zugehörigen Ausweiskarte, fotografiert innerhalb einer solchen Ausstellungsvitrine. Die spezifische Institution und die genaue Art können anhand der verfügbaren Belege nicht bestätigt werden.

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