Geologiehammer als Maßstab, Feldgeologische Kartierung, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Geologiehammer als Maßstab, Feldgeologische Kartierung, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-0D4E9F

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On the image

Jemand legte einen Geologiehammer über eine Schichtfläche und ging zufrieden davon, denn in den 1960er Jahren war das die Art und Weise, wie ein Geologe ein Foto signierte. Kein Lineal, keine Karte, kein Namensschild – nur das eine Werkzeug, das jeder Feldwissenschaftler bereits besaß, ins Bild gelegt, um einem zukünftigen Betrachter zu zeigen, wie groß der Riss im Gestein wirklich ist.

Der geschichtete Sandstein darunter verrichtet seine langsame Arbeit seit Millionen von Jahren, wobei er Schicht um Schicht ablegt, eine Flut oder eine Jahreszeit nach der anderen, völlig gleichgültig gegenüber der Tatsache, dass jemand mit einem Notizbuch gerade beschlossen hat, dass er fotografiert werden verdient. Der Bruch, der durch ihn verläuft, wird in einem Feldbericht einen Namen bekommen – eine Formation, eine Verwerfung, ein Schichtkontakt – und dann zusammen mit hundert nahezu identischen Dias abgelegt werden.

Der Hammer bleibt unterdessen der eigentliche Held des Bildes, nachdem er vom einen Ende eines Kartierungsgebiets zum anderen über Aufschlüsse geschwungen und jedes Mal als Lineal positioniert wurde. Er hat sich nie beklagt, dass die Aufgabe unter ihm lag.

The historian's note

Dies ist eine standardmäßige feldgeologische Referenzfotografie aus den 1960er Jahren, einer Zeit, in der sich systematische Grundgebirgs- und stratigraphische Kartierungen über Nordamerika und anderswo ausbreiteten, oft in Verbindung mit Erdölexploration, Straßenaufschlüssen und akademischen Kartierungsprojekten. Der im Bild platzierte Geologiehammer ist ein herkömmliches Maßstabinstrument, das in Abwesenheit eines Maßstabstabes oder Messbandes verwendet wurde – eine übliche Feldpraxis der Ära, bevor standardisierte fotografische Maßstäbe in veröffentlichten Geologiewerken zur Routine wurden.

Das Motiv scheint eine sedimentäre Gesteinsfläche zu sein, vermutlich Sandstein oder eine verwandte klastische Einheit, mit sichtbaren Schichtflächen und einer Bruchstelle oder Kluft, die durch die Schichten verläuft. Solche Fotografien wurden normalerweise angefertigt, um Aufschlusscharakteristiken, strukturelle Merkmale oder stratigraphische Abfolgen für die Aufnahme in ein Feldnotizbuch, eine These oder einen Kartierungsbericht zu dokumentieren.

Der starke Farbstich im Bild ist konsistent mit dem Alterungsprozess von Farbfolien aus dieser Zeit und nicht auf ein Merkmal des Gesteins zurückzuführen.

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