Überwuchertes Steinbauwerk im dichten Wald, 1950er-1960er Jahre — Archive & Atlas
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Überwuchertes Steinbauwerk im dichten Wald, 1950er-1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1950–1965

AA-2026-A50C4B

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On the image

Ein Steindenkmal oder eine Markierung liegt unter Jahrzehnten angesammelter Flechten und kriechender Vegetation begraben, umgeben von einem so dichten Wald, dass Sonnenlicht ihn kaum erreicht. Das Bauwerk besteht aus aufgeschichteten Steinblöcken, die nun so mit weißen und grauen Flechten verkrustet sind, dass ihre ursprüngliche Form fast nebensächlich wirkt – der Pilz ist zum Motiv geworden. Jemand hat dies absichtlich gebaut, es in die Landschaft gepflanzt und ist dann gegangen, um den Wald es zurückerobern zu lassen. Der Fotograf fasste es als eine Übung darüber auf, wie schnell menschliche Absicht irrelevant wird, wenn man aufhört, darauf zu achten; zum Zeitpunkt dieser Aufnahme hatte der Wald bereits entschieden, wofür das Denkmal bestimmt war.

The historian's note

Mit Flechten bedeckte Steinstrukturen in nordamerikanischen Wäldern waren häufige Markierungen – Grundstücksgrenzen, Steinmännchen, Gedenk­steine – oft aus dem 19. Jahrhundert oder noch älter. In der Mitte des 20. Jahrhunderts waren viele zu archäologischen Kuriositäten geworden, ihr ursprünglicher Zweck durch biologische Sukzession verdeckt. Die hier sichtbare Flechtenbesiedelung (Xanthoria und krustose Arten vorherrschend) stellt 30 bis 50 Jahre ununterbrochenes Wachstum dar, was auf einen Ort ohne menschliche Instandhaltung oder Verkehr hindeutet. Der dichte Schatten und das üppige epiphytische Wachstum deuten auf einen gemäßigten östlichen oder mittleren Wald hin, wahrscheinlich in höherer Lage oder tief im Waldinneren, wo Störungen minimal sind.

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