Ishak Pasha Palace, Eastern Turkey, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Ishak Pasha Palace, Eastern Turkey, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1970

AA-2026-0F68D1

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On the image

Ein Mann in Hemdärmeln spaziert auf einen Parkplatz zu, der sich am Fuß einer Festung aus dem siebzehnten Jahrhundert manifestiert hat – die Art von beiläufiger Eindringlichkeit, die die 1960er Jahre im Nahen Osten und Osteuropa prägte. Infrastruktur, die angebracht wurde, bevor jemand fragte, ob sie überhaupt hingehörte. Der Palast selbst, thronend auf seinem dramatischen Felsvorsprung mit seinen intakten Festungsmauern und Kuppel, blickt auf eine Handvoll geparkter Autos mit dem architektonischen Äquivalent von Verblüffung herab. Der Tourismus modernisierte sich, und moderner Tourismus erforderte Parkplätze; der Palast, der Jahrhunderte von Kriegsführung und Vernachlässigung überlebt hatte, wurde nun durch Menschen gerettet, die ihn in Fiats und Renaults zu sehen kamen. Der Mann flaniert, als sei diese Konstellation – die Verbindung von Antike und Automobil – das Natürlichste der Welt, was in seiner Epoche auch der Fall war.

The historian's note

Ishak Pasha Palace ist eine Festung und Residenz aus dem siebzehnten Jahrhundert in der Nähe von Doğubayazıt in Südostanatolien, dicht an der armenischen Grenze. Sie wurde zwischen 1685 und 1784 vom kurdischen Herrscher Ishak Pasha aus der Osmanischen Ära erbaut und stellt eine Synthese aus osmani­schen, persischen und europäischen Architektureinflüssen dar, eine der größten und anspruchsvollsten Palastanlagen ihrer Zeit. Das Gelände verfiel nach der osmani­schen Verwaltungsreorganisation im neunzehnten Jahrhundert und blieb durch das frühe zwanzigste Jahrhundert weitgehend verlassen. Der Bau von Fahrzeugzufahrten und Parkplätzen, wie hier dokumentiert, datiert auf die Expansion der touristischen Infrastruktur nach dem Krieg in den 1960er und frühen 1970er Jahren, als die türkische Regierung begann, den Zugang zu historischen Denkmälern für internationale Besucher zu systematisieren. Der Palast wurde ab den 1980er Jahren restauriert und ist heute eine UNESCO-Welterbestätte.

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