Erschließung der Hochwüste, Eastern Oregon oder Northern California, 1950er Jahre — Archive & Atlas
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Eastern Oregon or Northern California high desert

Erschließung der Hochwüste, Eastern Oregon oder Northern California, 1950er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1950–1959

AA-2026-7D2167

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On the image

Irgendjemand stand in den 1950er Jahren auf einem vulkanischen Plateau, das mit Salbei und Bitterbrush übersät war, und entschied, dass dieses Land der Erschließung würdig sei. Der Lavastrom unter der spärlichen Vegetation lag seit Jahrtausenden dort, doch die Nachkriegsüberzeugung, dass jeder Morgen Land produktiv gemacht werden könne, bedeutete, dass Trupps bereits Flächen gerodet, verkohlte Stümpfe und Steine wie ein Inventar verstreut zurückgelassen und etwas gepflanzt hatten, das wie kleine Bäume aussah – in der Annahme, dass genug davon den Boden halten und Viehweide ermöglichen würden. Der Nadelwald zog sich in der Ferne dunkel und ununterbrochen hin, doch hier im Vordergrund hatte das Bureau of Reclamation oder der Forest Service bereits damit begonnen, karge Landschaft in ein Verwaltungsproblem zu verwandeln.

Die Berge dahinter wirken wie die Kulisse eines Projekts, das damals sinnvoll erschien: ausgedünnter Wald, gepflanzte Setzlinge, ein System, das einem Gelände mit eigener Logik auferlegt wurde. Der Fotograf blickte ostwärts in klaren Himmel und hielt nicht eine unberührte Wildnis fest, sondern das, wozu sich die Amerikaner bereits entschlossen hatten – den Moment zwischen Unberührtheit und Produktivmachung, was in den 1950er Jahren bedeutete: es sich anzueignen.

The historian's note

Die Hochwüsten und halbariden Plateaus des Pacific Northwest und Northern California unterlagen in den 1950er Jahren einer intensiven Landbewirtschaftung im Rahmen der Nachkriegsausweitung föderaler Ressourcenprogramme. Das Bureau of Land Management und der U.S. Forest Service führten aggressive Wiederaufforstungs- und Rodungsmaßnahmen durch, um Holzerträge zu steigern und Weideland für Viehzucht zu erschließen. Die hier sichtbaren vulkanischen Böden und die spärliche einheimische Vegetation sind charakteristisch für die Übergangszone zwischen der Sierra Nevada und der Cascade Range oder der Hochwüste östlich dieser Gebirgszüge. Die kleinen gepflanzten Nadelbäume und gerodeten Flächen weisen auf ein aktives Wiederaufforstungs- oder Erschließungsprojekt hin, wie es für die Epoche typisch war, als die Bundespolitik der Umwandlung marginaler Flächen in produktives Land Priorität einräumte. Diese Fotografie dokumentiert die sichtbare Infrastruktur dieser Ideologie – die Überzeugung, dass öffentliches Land aktiv auf wirtschaftlichen Ertrag hin bewirtschaftet werden sollte, anstatt in seinem natürlichen Zustand belassen zu werden.

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