Schuttkegel in einer überfluteten Steinbruchgrube, 1960er Jahre — Archive & Atlas
AA-2026-BFDE79
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Jemand hat ein Arbeitsleben damit verbracht, diese Felswand zu sprengen, und der Lohn war ein Haufen Geröll, aufgetürmt zu einer Form, die die Natur ganz von selbst schafft, wann immer loses Gestein aus einer Höhe geschüttet wird. Der Kegel ist keine ästhetische Wahl. Er ist der Böschungswinkel, jene Neigung, in die sich jeder Schutthaufen der Welt von selbst einpendelt – ein Beweis dafür, dass die Physik nicht kümmert, wie hart die Männer, die ihn aufgehäuft haben, gearbeitet haben.
Bruchbetreiber der damaligen Zeit behandelten eine ausgebeutete Grube als Ablageplatz und nicht als Problem, das gelöst werden musste. Der überflutete Boden hier funktionierte doppelt – als Entwässerungsmulde und als Deponie zugleich. Niemand in der Gewinnungsplanung der 1960er Jahre dachte darüber nach, was das Wasser unter diesem Haufen irgendwann anrichten würde, denn die Aufgabe war, das Gestein rauszuholen, nicht, die Grube als Landschaft zu imaginieren. Der Kegel wird die Arbeiter überdauern, das Unternehmen überdauern, und wohl auch die Erinnerung daran, welcher Steinbruch das war.
The historian's note
Das Bild dokumentiert einen aktiven oder kürzlich bearbeiteten Steinbruch, vermutlich zur Gewinnung von Schotter oder Brechsand, aus den 1960er Jahren. Bruchbetriebe dieser Periode kippten Abfallgestein und verarbeitete Tailings regelmäßig direkt in bereits ausgebeutete Grubenbereiche, besonders an Stellen, wo Teilüberflutung das Gebiet ohnehin für weitere Gewinnung untauglich gemacht hatte.
Die kegelige Form des Materials ist eine natürliche Folge davon, dass loses Schüttgut von einem festen Punkt aus gekippt wird – ein Vorgang, der an Abbauorten der ganzen Industrieepoche zu sehen ist und keinem einzelnen Betrieb eigenständig. Solche Gruben wurden nach ihrer Ausbeute selten zurückgebaut oder landschaftlich gestaltet, und viele überflutete Steinbrüche aus dieser Zeit existieren heute noch als informelle Seen oder Naturschutzgebiete, ihre Herkunft als Arbeitsstätten ist beiläufigen Beobachtern nicht mehr sichtbar.
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Schuttkegel in einer überfluteten Steinbruchgrube, 1960er Jahre. 1960–1969. Archive & Atlas, Historical Image Library, AA-2026-BFDE79. https://thearchive.archiveandatlas.com/library/gravel-cone-in-a-flooded-quarry-pit-1960s.
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