Erdweg und Kolonialbau, Rekonstruktion eines New-England-Dorfes, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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New England living-history village

Erdweg und Kolonialbau, Rekonstruktion eines New-England-Dorfes, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-19B2D2

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On the image

Jemand beschloss in den frühen 1960er Jahren, dass eine unbefestigte Erde-Straße Besucher glauben machen könnte, sie seien in der Zeit zurückgereist, und hier ist der Beweis: keine Autos, keine Bordsteinkanten, nur verdichtete Erde gesäumt von weiß angestrichenen Poller, die Wache stehen gegen die eine moderne Unbill, die niemand unter der Weide geparkt haben wollte.

Das Schindeldach-Haus mit seinem Dachreiter und der dahinter liegende Lattenzaun-Hof wurden erhalten oder rekonstruiert, um genau so kolonial auszusehen, wie das Fremdenverkehrsbüro es verlangte – mit anderen Worten: aufgeräumter als das koloniale Leben je gewesen war. Living-History-Dörfer hatten in diesem Jahrzehnt ihre Zeit, Teil eines nationalen Appetits auf Heritage, den Historiker für Nostalgie halten, für eine Vergangenheit, die niemand der Lebenden je miterlebt hatte.

Der Weg biegt willig zu den Gebäuden ab, leitet den Fußverkehr wie ein Docent, sanft und ohne sichtbare Anstrengung. Es ist die Art von Szene, die man langsam durchgehen soll, in der Theorie, dass Geschichte wahrhaftiger wirkt, wenn man nicht daran vorbeifahren kann.

The historian's note

Restaurierte oder rekonstruierte Dörfer aus der Kolonialzeit wurden in der Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem wesentlichen Bestandteil des amerikanischen Heritage-Tourismus, mit Stätten in ganz New England, die kuratierte Versionen der Wohnarchitektur des 17. und 18. Jahrhunderts für Besuche präsentierten. Der unbefestigte Weg, die Holzpfosten-Zäune und die absichtliche Abwesenheit moderner Fahrzeuginfrastruktur in dieser Aufnahme sind charakteristisch für solche Restaurierungsbemühungen, die einen ungebrochenen visuellen Eindruck der vorindustriellen Periode bewahren wollten.

Die Schindelkonstruktion mit ihrem mit Lamellen versehenen Dachreiter ist konsistent mit den volkstümlichen Baustilen New Englands aus der Kolonial- und frühen Bundeszeit, oft erhalten oder rekonstruiert als Teil dieser Museum-Dörfer. Bis zu den 1960ern waren diese Stätten etablierte Stationen in regionalen Tourismusrouten geworden, unterstützt durch private Philantropie und wachsendes öffentliches Interesse an amerikanischer kolonialer Identität während des nationalen Aufbaus zum Bizentenär des Landes.

Die Abwesenheit von Straßenbelag und moderner Beschilderung in der Szene spiegelt eine bewusste kuratorische Entscheidung wider, nicht einen unterentwickelten Ort – typisch für die historischen Interpretationsstandards, die in dieser Ära an solchen Stätten angewendet wurden.

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