Haus mit Mansarddach hinter einem Veranda-Blumenkübel, Vorstadtsiedlung der 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Suburban United States

Haus mit Mansarddach hinter einem Veranda-Blumenkübel, Vorstadtsiedlung der 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-34D4B6

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On the image

Jemand stand an der Veranda-Brüstung mit einer Kamera, die nicht auf Familie oder Freunde, sondern auf die Dachkante des Nachbarhauses gerichtet war – genau die Art von Ding, die ein Hausbesitzer in den 1960ern für durchaus dokumentationswürdig hielt. Das gegenüberliegende Haus trägt ein Mansarddach, dicht besetzt mit Gaubenfenstern, einen Stil, den Bauunternehmer in jenem Jahrzehnt wiederbelebten, um neue Siedlungen so wirken zu lassen, als würden sie schon immer dort stehen – kolonialer Geist und Sperrholz in der Realität.

Im Vordergrund steht ein Kübel mit hohem Ziergras, das man auf der Brüstung versamen ließ – die Art von wartungsarmer Bepflanzungsgestaltung, die es einer Person ermöglichte, sich landwirtschaftlich zu fühlen, ohne tatsächlich irgendetwas zu bewirtschaften. Es rahmt die Aufnahme so, wie es ein Gartenbuch hätte vorschlagen können, ob beabsichtigt oder nicht. Der Fotograf scheint richtig verstanden zu haben, dass die Architektur das eigentliche Motiv war, und ließ das Gras einfach seine Aufgabe erfüllen, rustikal auszusehen.

Dahinter bildet eine dichte Wand von Laubhölzern das, wofür Vorstadtbäume gepflanzt wurden: damit alle vergessen, dass das Grundstück zu diesem Zweck vor wenigen Jahren gerodet worden war. Die gesamte Anordnung wirkt wie eine gefestigte, etablierte Wohngegend, und in den Begriffen der 1960er Jahre war diese Illusion der gesamte Sinn des Designs.

The historian's note

Das abgebildete Haus ist ein Beispiel des Dutch Colonial Revival Stils, erkennbar an seinem Mansarddach und den Dachkante-Gaubenfenstern, einem Designvokabular, das im amerikanischen Wohnungsbau vom frühen zwanzigsten Jahrhundert bis zum Nachkriegs-Vorstadtboom weit verbreitet war. In den 1960ern fand man solche Häuser häufig in Planungssiedlungen im Nordosten und in den mittleren Atlantikstaaten der USA, vermarktet an Käufer, die eine Verbindung zur Architektur der Kolonialzeit anstrebten, obwohl sie neu gebaut waren.

Die schiefergrauen Bitumenschindeln auf dem Dach und die mehreren Gaubenfenster, die hier sichtbar sind, entsprechen den Baustandards der Mittelklasse-Vorstädte jener Periode. Das Ziergras im Vordergrund-Kübel spiegelt einen Bepflanzungstrend der Ära wider, der wassersparende, wartungsarme Bepflanzungen als Alternative zu formalen Gärten bevorzugte.

Keine bestimmte Adresse oder Gemeinde lässt sich aus der Szene ermitteln, und der Ort wird hier nur als repräsentative amerikanische Vorstadtwohnumgebung der 1960er Jahre dokumentiert.

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