Rissige Windschutzscheibe, Businneres, SüdAsien, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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South Asia (Pakistan or India)

Rissige Windschutzscheibe, Businneres, SüdAsien, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-9BD9CC

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On the image

Jemand hat entschieden, dass das Spinnennetz aus Rissen auf der Windschutzscheibe eher ein kosmetisches als ein mechanisches Problem ist, und der Bus ist noch immer im Verkehr, um das zu beweisen. Das über der Scheibe angebrachte Wort, das göttlichen Schutz anruft, wurde nach der Theorie angebracht, dass Glaube billiger ist als Ersatzglas und genauso wirksam gegen Schlaglöcher.

Das Fahrerhaus ist wie ein kleines Heiligtum guter Absichten ausgestattet: ein Fransenvorhang, ein Handspiegel in genau der richtigen Neigung, ein Armaturenbrett voller Schalter, deren Zweck niemand kennt. Vor der offenen Tür sitzen zwei Männer in einem geparkten Auto, als warteten sie auf ein Urteil darüber, ob dieser besondere Bus es in die nächste Stadt schafft.

Hier deutet nichts auf Dringlichkeit hin. Die Risse sind offensichtlich schon lange genug vorhanden, um Teil der Persönlichkeit des Fahrzeugs geworden zu sein, und die Fahrgäste haben sich damit abgefunden, in der vernünftigen Annahme, dass der Bus, der sie bis hierher gebracht hat, sie wahrscheinlich auch für den Rest der Strecke bringt.

The historian's note

Der öffentliche Nahverkehr in Pakistan und Indien in den 1960er Jahren stützte sich stark auf in Privatbesitz befindliche und betriebene Busse, die von ihren Fahrern und Besitzern oft aufwendig mit bemalten Slogans, Spiegeln, Fransen und religiösen Inschriften verziert wurden. Die über der Windschutzscheibe sichtbare arabische Inschrift, die üblicherweise als Anrufung göttlicher Gunst gelesen wird, war eine standardisierte Schutzinschrift, die Unfälle und das böse Auge abwehren sollte, ein weit verbreiteter Brauch auf Fahrzeugen des Güterverkehrs in der gesamten Region.

Die Wartungsstandards für solche Busse unterschieden sich erheblich, und rissige oder zersplitterte Windschutzscheiben wurden häufig über längere Zeit unrepariert gelassen, da Kosten und begrenzte Verfügbarkeit von Ersatzteilen dies bestimmten — ein häufiger Befund in Zeitdokumentationen von regionalen Busflotten.

Das Fahrerhaus mit Vorhang und ornamentale Ausstattung spiegeln eine breitere Tradition der Personalisierung von Nutzfahrzeugen als Ausdruck der Identität und des Status des Besitzerfahrers wider, eine Praktik, die in der südasiätischen Verkehrskultur weit über das dokumentierte Jahrzehnt hinaus Bestand hatte.

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