Blau beleuchtetes Mittelschiff, Salzkathedrale Zipaquirá, Kolumbien, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Zipaquirá Salt Cathedral, Colombia

Blau beleuchtetes Mittelschiff, Salzkathedrale Zipaquirá, Kolumbien, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-87932A

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On the image

In den 1960er Jahren beschloss jemand, dass ein funktionierendes Salzbergwerk eine Kathedrale brauchte, und die Bergleute stimmten zu – in der Annahme, dass Glaube und Steinsalz ausgezeichnete Nachbarn sind. Der Tunnel wurde von Hand ausgehauen und zur Beleuchtung von Touristen und Gläubigen in Blau gefärbt; die Farbe wurde gewählt, weil gewöhnliches elektrisches Licht die ganze Höhle aussehen ließ wie das, was sie tatsächlich war: ein Loch.

Ein goldbeleuchteter Engel steht zur Seite wie ein angestellter Empfänger und trägt dazu bei, dass die rohe Ausschachtung sakral wirkt. Am fernen Ende schwebt ein einfaches Kreuz in seinem eigenen Lichtkegel – genau dort platziert, wo ein Bergbauingenieur eine tragende Stütze angebracht hätte, denn in dieser Kathedrale waren Architektur und Theologie dieselbe Mannschaft.

Einige Besucher verweilen in der Nähe der Altarschranke, klein und dunkel gegen diese ganze hergestellte Helligkeit, und tun das, was Menschen seit je in beeindruckenden Räumen tun: still stehen und hoffen, dass die Ehrfurcht der eigentliche Sinn war.

The historian's note

Die Salzkathedrale von Zipaquirá, nördlich von Bogotá, Kolumbien, erstreckt sich über Galerien einer aktiven Halit-Mine, die seit vorkolumbianischen Zeiten abgebaut wird. Bergleute bauten in den 1930er Jahren die erste unterirdische Kapelle als Gebetsort vor dem Abstieg, und ein größeres Heiligtum, direkt aus dem Salzgestein gehauen, wurde 1954 geweiht. Diese ursprüngliche Kathedrale, die diese Szene dokumentiert, blieb bis 1990 für Pilger und Besucher offen, als Statikbedenken zur Schließung führten und eine neue Kathedrale auf tieferer Ebene ausgehauen und 1995 eröffnet wurde.

Die hier sichtbare blaue Flutlichtanlage war eine spätere Ergänzung der älteren Struktur und wurde installiert, um die Höhle für Touristen zu dramatisieren, nicht aus liturgischen Gründen. Gegen Ende der 1960er Jahre war die Stätte zu einer der wichtigsten Religions-Touristenziele Kolumbiens geworden und zog Besucher an, die als viel für die Neuheit einer Kirche im Bergwerk kamen wie aus Andacht.

Die Kombination aus industrieller Ausschachtung und religiösem Zweck machte die Kathedrale zu einem bemerkenswerten Beispiel für Volkssacralarchitektur, erbaut von Arbeitern statt von ausgebildeten kirchlichen Architekten.

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