Antike Steinstraße bei einer mediterranen Ruine, 1960er Jahre — Archive & Atlas
An interpretation of depth — not a measured reconstruction
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Antike Steinstraße bei einer mediterranen Ruine, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-E14BD4

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On the image

Jemand stand oben auf diesem alten gepflasterten Weg mit einer Kamera und wartete darauf, dass das Licht etwas Dramatisches tat, was es gehorsam tat. Die Steine unter den Füßen sind auf die Weise geschnitten und gefügt, wie griechische und römische Baumeister es taten, was bedeutet, dass dieser Weg etwa zweitausend Jahre länger begangen wurde als die Person, die ihn fotografierte, am Leben war – eine Tatsache, die der durchschnittliche Tourist der 1960er Jahre etwa vier Sekunden lang aufnahm, bevor er zum Mittagessen weiterging.

Die Stützmauern auf beiden Seiten sind trocken versetzte Bruchsteine, immer wieder ausgebessert von Generationen von Steinmetzen vor Ort, die beim Reparieren nicht an Tourismus dachten, sondern nur daran, dass die Hanglage nicht in die Straße rutschte. Zypressen und Kiefern tun nun die Aufgabe, die die ursprünglichen Planer nie beabsichtigten, und verwandeln das, was einst eine arbeitende Verkehrsstraße war, in etwas, das wie eine Postkarte fotografiert. Niemand in der Antike baute einen Prozessionsweg in der Erwartung, dass er am Ende malerisch wirken würde.

Der überbelichtete Dunst oben im Bild ist kein Spezialeffekt; es ist einfach das, was passiert, wenn ein Reisender eine Kamera direkt in die mediterrane Mittagssonne hält, weil das Foto interessanter ist als der Belichtungsmesser. Das Ergebnis überlebte die Annahme, die es verursachte, was im Allgemeinen ist, wie Ruinen funktionieren.

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