1970er-Jahre-Volkskunst-Traumfänger — Archive & Atlas
An interpretation of depth — not a measured reconstruction
Depth is precomputed and interpretive — the scene falls back to the flat image where a browser can't render it.

1970er-Jahre-Volkskunst-Traumfänger — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-A881C2

The Archivist
Ask about this image
Archivist
Sign in to ask the Archivist about this image.
Step into the scene
Off by default. Turning it on lets the image respond to your cursor with a shallow sense of depth, rebuilt from a depth map computed when the image was catalogued. It is an interpretation for looking, not a measured 3D model — and it falls back to the flat image where the browser can't render it.

On the image

Jemand hat beträchtliche Zeit darauf verwendet, diese farbigen Garne in einen Reifen zu weben und so ein Kunsthandwerksobjekt zu schaffen, das etwas Spirituelles evozieren sollte. Das resultierende Werk wirkt jedoch weniger wie ein heiliges Artefakt und eher wie das Produkt eines besonders aufrichtigen Kunsthandwerk-Workshops der 1970er Jahre. Es verkörpert die Faszination dieser Epoche für handgefertigte Objekte und kulturelle Aneignung.

Dort hängend, geschmückt mit Federn und Schnüren, war es offenbar dazu bestimmt, böse Träume abzufangen oder einfach nur eine leere Wand zu füllen. Das kleine sichtbare Etikett deutet auf seine wahrscheinliche kommerzielle Absicht hin und legt nahe, dass seine spirituelle Kraft käuflich zu erwerben war – ein häufiges Thema, wenn Gegenkultur-Ideale auf den offenen Markt trafen.

Das gesamte Unternehmen spricht für eine Epoche, in der "Authentizität" ein zu verkaufendes Produkt war und alte Traditionen zu dekorativen Gegenständen für das Vorstadtheim reduziert werden konnten. Man fragt sich, ob tatsächlich Albträume abgewehrt wurden oder ob es einfach hauptsächlich Staub sammelte.

The historian's note

Diese Fotografie zeigt ein handgefertigtes Faserkunstobjekt, üblicherweise als Traumfänger oder ähnlicher dekorativer Kunstgegenstand bezeichnet, das während der Kunsthandwerk-Revivalbewegung der 1970er Jahre erhebliche Popularität erlangte. Diese Objekte waren oft von Traditionen nordamerikanischer Indigener Völker inspiriert oder angeeignet und wurden mit zeitgenössischen Materialien und Ästhetiken neu interpretiert.

Die Kunsthandwerk-Wiederbelebung der 1960er und 1970er Jahre war Zeuge eines Anstiegs des Interesses an handgefertigten Waren, Volkskunst und "Zurück-zur-Natur"-Ästhetik, häufig ausgerichtet an umfassenderen Gegenkulturbewegungen. Gegenstände wie dieser wurden vielfach in Boutiquen, Kunsthandwerk-Messen und Kunstmärkten verkauft und befriedigten eine Nachfrage nach handwerklich gefertigten Produkten, die einzigartig und authentisch wirken sollten.

While many such pieces were created with sincere artistic intent, führte ihre weit verbreitete Kommerzialisierung oft zu vereinfachten Designs und manchmal zu oberflächlicher Auseinandersetzung mit den kulturellen Ursprüngen der Handwerke. Dieses Objekt dient als repräsentatives Beispiel für die Trends der dekorativen Künste dieser Periode.

Subjects & keywords — each links to a search

From the community

Identifications, corrections, and discussion from readers — reviewed by a librarian before appearing here.

Sign in to add an identification, correction, or comment.

No notes yet — be the first to add what you know about this image.

Archive & Atlas — The Archive AA-2026-A881C2 · jpg · Open