Weiß getünchtes Dorf an Klippe, Santorini, 1970er Jahre — Archive & Atlas
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Santorini

Weiß getünchtes Dorf an Klippe, Santorini, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-9E2F8A

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On the image

Jemand beschloss, eine durchaus ansehnliche Vulkanklippe mit Häusern zu bedecken, die dann weiß angestrichen werden mussten, vermutlich um die Sonne zu reflektieren und spontane Selbstentzündung zu verhindern. Der Gesamteindruck ist optisch beeindruckend, doch man fragt sich unwillkürlich, wie die erste Planungssitzung zu dieser Designentscheidung gelaufen sein mag.

Ein kleines, handbemaltes Schild kündigt "AL LOUCAS ROOMS TO LET" an und deutet darauf hin, dass bereits in den 1970er Jahren die Idee, Zugang zu einer spektakulären Aussicht gegen Geld zu verkaufen, langsam Fuß fasste. Dass Gepäck diese gewundenen Treppen hinauf- oder hinunterzubefördern praktisch nicht eingeplant war, wird dabei schnell offensichtlich.

Diese ungewöhnliche Form von Wohnarchitektur sorgt dafür, dass jeder Bewohner eine Meeraussicht hat – vorausgesetzt, er macht sich nichts aus gelegentlichen Bergwanderungen, wenn er mal wieder sein Portemonnaie vergessen hat. Die gesamte Siedlung ist ein Denkmal menschlicher Ausdauer, oder vielleicht auch nur einer grundsätzlichen Abneigung gegen ebenes Gelände.

The historian's note

Das Bild zeigt eine traditionelle kykladische Siedlung auf der Insel Santorini, Griechenland, vermutlich einen Teil von Fira, in den 1970er Jahren. Diese Periode liegt vor der später einsetzenden Massentourismusentwicklung der Insel.

Diese Dörfer zeichnen sich durch ihre charakteristischen weiß getünchten, würfelförmigen Häuser aus, die oft direkt in das Vulkangestein der Caldera-Klippen über der Ägäis gebaut sind. Dieser Architekturstil erfüllt sowohl ästhetische als auch praktische Funktionen: Er reflektiert hartes Sonnenlicht und bietet natürliche Wärmeisolierung.

In den 1970er Jahren erlangte Santorini internationale Anerkennung für seine einzigartige dramatische Landschaft, geformt durch einen massiven Vulkanausbruch, und seine malerischen Dörfer. Das Vorhandensein eines "Rooms to Let"-Schilds kennzeichnet die frühen Stadien des Tourismus als wirtschaftlicher Triebkraft für die Insel und markiert den Übergang von einer überwiegend landwirtschaftlich und maritim geprägten Wirtschaft.

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