Wanderungsmural in öffentlichem Gebäude, 1970er Jahre — Archive & Atlas
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Wanderungsmural in öffentlichem Gebäude, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-9E9876

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On the image

Öffentliche Gebäude in den 1970er Jahren waren häufig mit Wandmalereien ausgestattet, die Bürgerstolz wecken sollten – üblicherweise durch die Darstellung einer stark verklärten Geschichtsversion. Dieses Beispiel zeigt stoische Pioniere mit Planwagen und Rindern, die tapfer nach Westen drangen – vermutlich in fremdes Land –, doch das Mural belastet sich nicht mit solchen nebensächlichen historischen Details. Die implizite Botschaft lautet, dass Fleiß und Manifest Destiny vollkommen übereinstimmen.

Die umgebende Architektur mit ihren repetitiven, gemusterten Bögen deutet auf einen formalen Rahmen hin, in dem wichtige Entscheidungen von Leuten getroffen wurden, die sich selbst sehr wichtig nahmen. Es ist beruhigend zu wissen, dass sogar alltägliche Verwaltungsaufgaben unter dem wachsamen Blick einer heroischen Vergangenheit ausgeführt werden konnten – eine Versicherung, dass alle sich des großen Sinns bewusst blieben.

Das Gesamtergebnis ist ein Beleg für den Glauben einer Epoche, dass ein gutes, in großen Lettern an die Wand gemaltes Geschichtsnarrativ das fehlende Fortkommen unten ausgleichen könnte.

The historian's note

Diese Fotografie aus den 1970er Jahren zeigt einen Ausschnitt eines großflächigen Murals, das sich wahrscheinlich in einem öffentlichen Gebäude wie einem Staatskapi­tolium, Gerichtsgebäude oder einer Post befand. Der Kunststil und die Ikonografie der Westexpansion mit Planwagen, Rindern und Pionieren sind charakteristisch für amerikanische Wandmalereien des frühen bis mittleren 20. Jahrhunderts, insbesondere für solche, die während der New Deal-Ära finanziert wurden.

Solche Murals dienten der Feier nationaler Identität, lokaler Geschichte und vermeintlicher Tugenden wie Arbeitsamkeit und Erkundungsdrang. Sie waren häufig monumental in ihrer Dimension, in die Architektur integriert und sollten Patriotismus und ein Gefühl gemeinsamen kulturellen Erbes bei Bürgern wecken, die diese öffentlichen Räume besuchten.

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