Verwitterter Felsblock mit Tafoni-Hohlräumen, Straßenrastplatz der 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Verwitterter Felsblock mit Tafoni-Hohlräumen, Straßenrastplatz der 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-37C7DF

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On the image

Jemand hielt hier an. Ein Felsblock, durchlöchert von tiefen Verwitterungshohlräumen – die Art von Naturskulptur, die Erosion geduldig über Jahrtausende schafft und ein Tourist in etwa vier Sekunden entdeckt – lag da und wirkte im grellen Mittagslicht vaguely schädelartig, und das war Grund genug.

Der Reisende der 1960er Jahre mit 35-mm-Kamera und einer Rolle Diafilm hatte eine besondere Schwäche für Felsen, die wie etwas anderes aussahen. Ein Gesicht, ein Tier, eine Ruine – es war egal, solange man es später Freunden im Dia-Vortrag im verdunkelten Wohnzimmer zeigen konnte, komplett mit dem Satz »dieser hier sieht ja gerade wie ein Schädel aus, nicht wahr.« Niemand fragte, ob der Stein zustimmte.

Ein Grünwerk bahnt sich trotzdem durch die Hohlräume, gleichgültig gegen die Ähnlichkeit, die darüber fotografiert wird. Die Hohlräume selbst sind mit ziemlicher Sicherheit Tafoni – Verwitterungshohlräume, geschaffen durch Salzkristallisation und Wind statt durch etwas Romantischeres, aber Romantik war ja der ganze Grund, anzuhalten.

The historian's note

Die abgebildete Felsformation zeigt Tafoni, eine Art von Verwitterungshohlraum, die in Granit, Sandstein und Kalksteinvorkommen verbreitet ist und durch Salzkristallisation, differentielle Erosion und Windabrasion entsteht, die über lange geologische Zeiträume auf der Steinoberfläche wirken. Solche Formationen kommen weltweit in ariden und semi-ariden Umgebungen vor und wurden häufig als malerische Kuriosität entlang von Straßenrastplätzen und Touristenrouten des mittleren 20. Jahrhunderts notiert.

Das Foto spiegelt eine verbreitete Amateurpraxis des Reisens der 1960er Jahre, als erschwingliches Diafilmmaterial und tragbare Kameras die gelegentliche Dokumentation ungewöhnlicher Naturmerkmale auf Autoreisen ermöglichten. Kein spezifischer Ort, Name oder Standort lässt sich aus dem Bild selbst identifizieren.

Das Bild hat dokumentarischen Wert hauptsächlich als Beispiel für Freizeit-Reisefotografie seiner Zeit und nicht als Aufzeichnung eines benannten oder historisch bedeutsamen geologischen Ortes.

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