Zwei asiatische Schwarzbären bei einem Betonbadebecken, 1960er-Jahre-Zoo — Archive & Atlas
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Zwei asiatische Schwarzbären bei einem Betonbadebecken, 1960er-Jahre-Zoo — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-A062C5

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On the image

Jemand baute dieses Gehege nach einer Philosophie: Man gebe den Bären eine Wanne, etwas abblätternde Farbe und eine Wand, die Wildnis andeutet, ohne dafür Geld auszugeben. Zoos der 1960er Jahre operierten mit dieser Art selbstsicherer Sparsamkeit und setzten darauf, dass ein steingemusterter Hintergrund sowohl die Tiere als auch die Vorstellung der zahlenden Öffentlichkeit von Natur zufriedenstellen würde.

Die beiden Schwarzbären drängen sich auf denselben schmalen Rand des Beckens, einer über den anderen kletternd auf jene sachliche Art, wie Tiere den persönlichen Raum ignorieren, wenn Wasser das Einzige ist, das zählt. Das Becken selbst ist eher eine Pfütze als ein Teich, grünlich und flach – die Art von Annehmlichkeit, die ein Budgetausschuss einmal genehmigte und nie wieder überprüfte.

Niemand, der diesen Raum entwarf, scheint sich gefragt zu haben, was ein Bär eigentlich will. Man fragte, womit ein Bär eingesperrt werden konnte, was in dieser Ära normalerweise Beton, einen Ablauf und eine Farbe bedeutete, die besser aussah auf Fotos als sie mit der Zeit hielt.

The historian's note

Kommunale Zoos und Wanderzoos der 1960er Jahre beherbergten Bären häufig in kleinen Gehegen aus Beton und Mauerwerk mit einem flachen Badebecken – ein Designstandard, der sich seit dem frühen zwanzigsten Jahrhundert kaum geändert hatte. Diese Gehege bevorzugten Besuchereinsicht und Leichtigkeit beim Abspritzen gegenüber jeglicher Nachbildung natürlicher Lebensräume und spiegeln Tierschutzstandards jener Zeit wider, die späteren Reformen im Zoodesign vorausgingen.

Die gezeigte Art, wahrscheinlich ein asiatischer Schwarzbär (Ursus thibetanus), war ein verbreitetes Ausstellungstier in zoologischen Sammlungen der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts in ganz Asien, Europa und Nordamerika. Seine helle Schnauzenzeichnung, hier sichtbar, ist ein Erkennungsmerkmal der Art.

Diese Gehege mit bemalten Felsenwänden und kleinen Becken wurden ab den 1970er und 1980er Jahren schrittweise auslaufen gelassen, als die Zooarchitektur sich in Richtung naturalistischer, verhaltensbereichernder Lebensräume verschob. Überlebende Bilder dieser älteren Gehege sind damit eine Dokumentation eines inzwischen aufgegebenen Standards der Tierhaltung in Gefangenschaft.

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