Touristen im antiken Pompeji, 1970er Jahre — Archive & Atlas
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Pompeii

Touristen im antiken Pompeji, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-0AEFCB

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On the image

Ein Mann in einer weißen Flatcap hält Hof unter Mitreisenden und erklärt die Bedeutung der antiken Ruinen, die sie umgeben – ein übliches Ritual für Gruppentouren, die versuchen, historischen Stätten einen Sinn zu entlocken. Sein Publikum, ausgestattet mit den damals allgegenwärtigen großen Sonnenbrillen, zeigt Mienen, die zwischen höflicher Aufmerksamkeit und jenem entschlossenen Gesichtsausdruck changieren, der ein unmittelbar bevorstehendes Gelato-Bedürfnis signalisiert.

Diese in den 1970er Jahren populäre Form der Kulturellen Auseinandersetzung bestand darin, riesige Abschnitte der Antike unter der gleißenden Mittelmeer-Sonne aufzunehmen, oft ergänzt durch ein kariertes Hemd oder ein leuchtendes Tuch, das den Anschein des gebildeten internationalen Forschers perfektionierte. Die Ruinen selbst, die bereits einen Vulkanausbruch überstanden hatten, widerständen nun geduldig einer weiteren Generation neugieriger Betrachter.

Die gesamte Szene deutet auf einen organisierten Versuch hin, Geschichte zu würdigen, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass alle zusammenbleiben und im Zeitplan sind. Das schiere Ausmaß dessen, was hinter ihnen liegt, scheint ihre individuelle Suche nach Erleuchtung zu übersteigen – ein Phänomen, das sich über die Jahrhunderte wenig verändert hat.

The historian's note

Diese Fotografie zeigt eine Gruppe von Touristen bei einem Besuch der archäologischen Stätte Pompeji, Italien, in den 1970er Jahren. Pompeji, eine römische Stadt bei dem heutigen Neapel, wurde bei der Eruption des Mount Vesuvius im Jahr 79 n. Chr. unter Asche und Bimsstein begraben und präservierte viele Gebäude und Artefakte. Die systematische Ausgrabung begann im 18. Jahrhundert und machte es zu einer der bedeutendsten und meistbesuchten archäologischen Stätten der Welt.

Die 1970er Jahre sahen einen Anstieg des internationalen Tourismus, da Pauschalreisen für ein breiteres Publikum zunehmend erreichbar wurden. Stätten wie Pompeji waren Hauptattraktionen und boten Besuchern eine greifbare Verbindung zur antiken römischen Zivilisation. Die Kleidung und Accessoires der Personen in dem Bild sind charakteristisch für die Mitte bis Ende des 20. Jahrhunderts.

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