Touristischer Fotograf am Dom von Pisa, Italien, 1970er Jahre — Archive & Atlas
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Pisa

Touristischer Fotograf am Dom von Pisa, Italien, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-89FEC2

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On the image

Ein engagierter Tourist, möglicherweise Amerikaner, steht prominent in der Bildmitte, zwei Kameras um seinen Hals gehängt, bereit, jede großartige europäische Architektur festzuhalten, die sich ihm bietet. Sein blauer Schal deutet auf einen Versuch hin, kontinentale Leichtigkeit zu verkörpern, doch seine praktischen Hosen bestätigen, dass es ihm in erster Linie um Zweckmäßigkeit und das Schießen des Fotos geht.

Hinter ihm flanieren andere Besucher umher, einige in modischen Schlaghosen und Bomberjacken, die die lässige Eleganz des Jahrzehnts verkörpern. Sie sind alle hier, um etwas Altes zu sehen, doch zumeist scheinen sie sich gegenseitig anzuschauen, oder auf den Boden zu blicken, oder möglicherweise auf den Speiseeis-Wagen.

Die imposante Fassade eines Marmorbaus ragt im Hintergrund auf – ein Zeugnis von Jahrhunderten der Anstrengung, das nun als angenehme Kulisse für einen Spaziergang am Nachmittag dient. Es ist ein Paradebeispiel dafür, wie Menschen Tausende von Kilometern reisen, um genau dort zu stehen, wohin man ihnen gesagt hat, und ihre Routine kurz unterbrechen für ein Gelato.

The historian's note

Diese Fotografie zeigt Touristen auf der Piazza dei Miracoli in Pisa, Italien, in den 1970er Jahren. Die Struktur im Hintergrund ist der Dom von Pisa (Duomo di Santa Maria Assunta), ein ikonisches Beispiel der Pisanischen Romanik innerhalb der UNESCO-Welterbestätte. Das daneben teilweise sichtbare Gebäude zu rechts ist wahrscheinlich das Baptisterium.

Der Tourismus zu großen europäischen Wahrzeichen wie Pisa wurde in der Nachkriegszeit zunehmend verbreitet, wobei die 1970er Jahre einen Anstieg der internationalen Reiseerreichbarkeit erlebten. Besucher suchten historische und kulturelle Stätten auf und trugen durch Käufe wie Gelato, sichtbar auf einem tragbaren Wagen im Bild, zur lokalen Wirtschaft bei.

Die Piazza dei Miracoli, Heimat des Schiefen Turms, des Doms, des Baptisteriums und des Campo Santo, bleibt eines der meistbesuchten Ziele Italiens und ist berühmt für seine mittelalterliche Kunst und Architektur. Der Ort zieht seit Jahrhunderten Pilger und Touristen an – ein Trend, der sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erheblich verstärkte.

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