Schweizer Alpenkurort mit Wimpelflaggen, 1950er Jahre — Archive & Atlas
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Graubünden, Switzerland

Schweizer Alpenkurort mit Wimpelflaggen, 1950er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1950–1959

AA-2026-B10E24

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On the image

Jemand in diesem Tal entschied, dass die Stadt Schmuck brauche, und der gewählte Schmuck war ein rotes dreieckiges Wimpelband mit dem Schweizer Kreuz, jene Art von städtischem Flair, das für ein Sommerfest aufgehängt wurde oder schlicht, weil ein Kurort in den 1950er Jahren glaubte, der äußere Eindruck sei die halbe Miete. Das große Hotel, terrassenförmig in den Hang darüber gesetzt, jene Art von Gebäude, das Bergluft und korrektes Betragen zu gleichen Teilen versprach, wartet auf die nächste Welle von Gästen, die mit dem Zug ankommen und erwarten, dass die Landschaft pünktlich ihre Vorstellung gibt.

Darunter verrichten die Stützmauern aus Stein und die verschalten Chalets die eigentliche Arbeit, ein Dorf an einem Hang zu halten, der lieber ins Tal abrutschen würde. Ein handgeschriebenes Schild nahe dem Weg, heute zu klein, um es zu lesen, teilte einem Wanderer einst etwas Nützliches über den Pfad oder die Grundstücksgrenze mit, aus einer Zeit, in der jeder Aussichtspunkt seine eigene bescheidene Bürokratie mitbrachte.

Die ins Bild ragende Straßenlaterne gehört jener Epoche an, in der die Elektrifizierung auch die Postkartenstädtchen erreichte, ein Beweis dafür, dass der Fortschritt nicht wartet, bis er einen guten Aussichtspunkt gefunden hat, bevor er sich installiert.

The historian's note

Es handelt sich um eine alpine Kurortsiedlung im Schweizer Kanton Graubünden, fotografiert während der Tourismussaison der 1950er Jahre. Die sichtbaren, gestaffelten Gebäudetypen, von arbeitstauglichen Steinmauer-Chalets bis zu einem großen, in den Hang darüber eingelassenen Hotelbau, spiegeln die Expansion der Schweizer Bergtourismusindustrie in der Jahrhundertmitte wider, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg deutlich erholt hatte, als internationale Besucher ins Engadin und benachbarte Täler zurückkehrten.

Der rote Wimpel mit dem weißen Schweizer Kreuz war in dieser Zeit ein gängiger städtischer Fest- und Feiertagsschmuck in Schweizer Städten, verwendet für Nationalfeiertage, Sportveranstaltungen und saisonale Feierlichkeiten im Rhythmus des touristischen Kalenders. Straßenbeleuchtungsinfrastruktur der hier gezeigten Art wurde in den 1950er Jahren in vielen Alpendörfern ausgebaut, da der ganzjährige Tourismus, einschließlich Wintersport, solche Orte zunehmend von moderner Versorgung abhängig machte.

Die im gesamten Bild sichtbaren Terrassierungen und Stützmauern aus Stein sind charakteristisch für die Siedlungstechnik in steilem Alpengelände, wo nutzbares Land knapp war und jedes Bauwerk in den Berghang eingepasst werden musste.

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