Felsige Landschaft mit Nadelwald, ca. 1940er Jahre — Archive & Atlas
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Felsige Landschaft mit Nadelwald, ca. 1940er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1938–1950

AA-2026-1B7746

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On the image

Jemand war davon überzeugt, dass Kodachrome-Farbfilm eine Canyonlandschaft in tiefen, gesättigten Blautönen wiedergeben konnte, die niemand je in der Natur gesehen hatte. Die Kamera gehorchte brav und verwandelte Kalksteinfelsen und Kiefernwald in das, was wie ein fremdes Terrain wirkt – die Art von Ort, der sich bei Touristen besonders gut verkauft hätte, die einen Beweis wollten, dass der amerikanische Westen seltsamer und dramatischer war als das, was ihre eigenen Augen verifizieren konnten. Die felsige Steilstufe in der Bildmitte erhebt sich in blassen vertikalen Formationen durch dichtes dunkles Waldland – eine klassische Formationsart, wie sie überall in der Rocky-Mountain-Region zu finden ist –, doch hier in einer Farbpalette wiedergegeben, die näher an Cyanotypie wirkt als an Tageslicht.

Das war das Resultat, wenn Kodachrome der Mitte des Jahrhunderts bestimmte Landschaften erfasste und Licht und Emulsion beschlossen zu verschwören: Es entstand eine Sichtweise, die technisch genau, aber emotional unglaubwürdig war – was heißt, es schuf genau das, das Menschen kaufen wollten. Der archivtypische Blaustich deutet auf Alter hin sowie auf Verblassung oder ursprüngliche Verarbeitung, die kühle Töne bevorzugte – eine Wahl, die ein einfaches geologisches Merkmal in etwas verwandelte, das wie eine Erinnerung aussah, oder wie ein Ort, von dem jemand träumte und geschockt war zu entdecken, dass er wirklich existierte.

The historian's note

Kodachrome-Farbdia-Film, 1935 von Kodak eingeführt, wurde zum Standard für Farblandschafts- und Reisefotografie in den 1940er und 1950er Jahren. Der Prozess war für seine Sättigung und Farbgenauigkeit bei korrekter Belichtung und Verarbeitung bekannt, aber unter bestimmten Lichtverhältnissen – besonders in hochgelegenen oder nördlichen Orten – erzeugte er deutlich kühltönige Ergebnisse mit verstärkten Blauanteilen, die das menschliche Auge approximierten oder übertrafen. Dieses bestimmte Dia zeigt Charakteristiken, die mit Kodachrome der 1940er Jahre übereinstimmen, einschließlich der Farbverschiebung und des geringfügigen Staubs und der Verschlechterung, die für den Film nach sieben bis acht Jahrzehnten typisch ist. Die Felsenformation und Nadelbaumverteilung deuten auf einen Standort in den nördlichen oder zentralen Rocky Mountains hin, möglicherweise in Montana oder den Dakotas – Gegenden, die während der Weltwirtschaftskrise und unmittelbar nach dem Krieg von Farbfilmfotografen im Rahmen sowohl kommerzieller Tourismusförderung als auch staatlicher Landschaftsvermessungsprojekte weitgehend dokumentiert wurden.

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