Von einer Felskante aus gesehene, felsumrandete Schlucht, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Von einer Felskante aus gesehene, felsumrandete Schlucht, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-19CAE1

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On the image

Jemand stand genau am Rand dieser Schlucht, stützte sich mit einem Fuß gegen lockeres Gestein ab und beschloss, dass die angemessene Reaktion auf einen Sturz von mehreren hundert Fuß darin bestand, ihn zu fotografieren. Die Geste ist typisch für sein Jahrzehnt: die Auslandsreise, der Farbfilmstreifen, rationiert für die guten Ansichten, die Annahme, dass ein steiler grüner Canyon, von direkt oben fotografiert, irgendwie beeindruckend wirken würde, statt als leicht unscharfer grüner Fleck, wenn er von der Entwicklung zurückkam.

Der Nebel, der die obere linke Ecke drängt, deutet entweder auf Wolken hin, die durch einen hohen Pass rollen, oder auf die Nachwirkungen davon, zu nah an etwas Vulkanisch Aktivem zu stehen – eine Unterscheidung, die der Fotograf wahrscheinlich nicht bestätigte, bevor er den Bildausschnitt festlegte. Die Vegetation, die an der fernen Böschung klebte, erfüllte denselben Zweck, den sie in diesen Bildern immer erfüllt: Maßstab zu liefern, den niemand in der Heimat richtig einschätzen würde.

Dies war fast sicher eine Folie unter vierzig vom selben Nachmittag, die meisten von Wolken und Felswänden, die nicht voneinander zu unterscheiden sind, behalten, weil jemand ganz sicher war, dass diese besondere Schlucht diejenige war, die es wert war, in Erinnerung zu bleiben.

The historian's note

Die Szene zeigt eine steilwandige Schlucht oder vulkanische Caldera, fotografiert von einem Felsvorsprung an ihrem Rand. Gelände dieser Art, mit baumbestandenen Oberhängen, die in einen steilen, vegetationslosen unteren Canyon fallen, ist typisch für aktive oder ruhende vulkanische Landschaften in bergigen tropischen oder subtropischen Regionen, obwohl das spezifische Gebirge oder Land aus der Ansicht allein nicht festgestellt werden kann.

Solche Bilder wurden in den 1960er Jahren häufig von Reisenden und Bergsteigertrupps hergestellt, die Expeditionen zu Vulkangipfeln dokumentierten – eine Periode, in der erschwingliche Farbdiapositiv-Reisefotografie unter Amateur- und Semi-Profis schnell expandierte. Keine Strukturen, Wegemarkierungen oder andere identifizierende Merkmale sind sichtbar, um einen genauen Ort zu bestätigen.

Die Fotografie wird am besten als generisches, aber historisch repräsentatives Beispiel der Dokumentation vulkanischen Geländes im Reise- und Expeditionsstil der Mitte des Jahrhunderts verstanden, nicht als Aufzeichnung eines bestimmten benannten Ortes.

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