Nymphenburg Palace Gardens, Munich, 1970s — Archive & Atlas
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Nymphenburg Palace

Nymphenburg Palace Gardens, Munich, 1970s — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-DBAB6A

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On the image

Eine Familiengruppe schreitet zielstrebig einen prächtigen Gartenweg entlang, auf dem Weg zu einer Sehenswürdigkeit, die es rechtfertigte, die gute Sonntagskleidung anzuziehen — samt orange Windjacke. In den 1970er Jahren bedeutete Sightseeing häufig, weite Strecken zu Fuß zu bewältigen, üblicherweise in dafür ungeeignetem Schuhwerk, während man gleichzeitig so tat, als sei es entspannend.

Die akribisch angelegten Blumenbeete mit ihren geometrischen Mustern aus roten und weißen Blüten deuten auf eine längst vergangene Epoche hin, in der Natur streng kontrolliert und zur Belustigung der Menschheit gezwungen wurde, ihre Schönheit auszubreiten. Menschen wendeten beachtliche Anstrengungen auf, um diese kunstvollen Arrangements zu pflegen — nur damit der durchschnittliche Tourist kopflos an ihnen vorbeiging und stattdessen nach dem nächsten Eissalon Ausschau hielt.

Der wuchtige Palast ragt rechts auf, ein Denkmal für den hartnäckigen Willen eines längst verstorbenen Fürsten, etwas Überflüssiges in großem Stil zu errichten, während die entfernten Terrassengärten weiteres Wandern verheißen. Generationen von Besuchern sind hierhergekommen, alle auf der Suche nach dem "Erlebnis", das man ihnen versprochen hatte — um am Ende meist nur Erschöpfung und ein diffuses Pflichtgefühl zu finden.

The historian's note

Nymphenburg Palace in München, Deutschland, diente als Hauptsommerresidenz der ehemaligen Herrscher Bayerns. Die Bauarbeiten begannen 1664, gefolgt von umfangreichen Erweiterungen und Gartenumgestaltungen über mehrere Jahrhunderte hinweg, einschließlich der aufwendigen Barockparterre-Gärten, die im Vordergrund des Bildes zu sehen sind.

Bis in die 1970er Jahre waren Palast und Gelände längst in ein öffentliches Museum und eine beliebte Touristenattraktion umgewandelt worden, die Besucher aus ganz Deutschland und darüber hinaus anzog. Die Instandhaltung solch großartiger historischer Stätten wurde zu einem wesentlichen Aspekt der Kulturbewahrung und touristischen Infrastruktur.

Die formalen Gärten, ein Schlüsselelement des Barock-Designs, spiegelten den Wunsch nach geordneter Natur wider und dienten als Schauplatz des höfischen Lebens und der Promenaden. Ihre kontinuierliche Pflege im späten 20. Jahrhundert bewahrte ein bedeutendes Beispiel europäischer Landschaftsarchitektur für die öffentliche Würdigung.

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