Bergwasserfall in Canyon, 1950er Jahre — Archive & Atlas
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Bergwasserfall in Canyon, 1950er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1950–1959

AA-2026-4DF3EF

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On the image

Die Canyonwände rahmen einen Wasserfall mit jener beiläufigen Gleichgültigkeit, die die Geologie menschlichen Absichten gegenüber pflegt. In den 1950er Jahren hatten die Amerikaner begonnen, den kontinentalen Westen als eine Art Parklandschaft zu behandeln, fuhren in Canyons hinein und stellten sich in die Nähe des Wassers, um sich zu vergewissern, dass Erhabenheit noch existierte und dass man sie gesehen hatte. Jemand positionierte die Kamera so, dass der Fall zwischen Kalkstein und Schatten eingeklemmt erschien, eine Komposition, die wie jene Aufnahme wirkt, die am Ende in einer Diashow eines Automobilclubs oder einem Familienreisealbum landet—Beweis dafür, an einem Ort gewesen zu sein, der die Fahrt wert war. Der Wasserdampf fängt Licht ein und färbt sich im Bild blau, ein Effekt aus Belichtung und Mineralgehalt, der den Canyon kälter und fotogener erscheinen lässt, als er tatsächlich war. Der Tourismus an solchen Orten beruhte auf der Annahme, dass die Natur eine dauerhafte Ausstellung sei und dass das Dortsein mit einer Kamera überhaupt der Sinn des Dortseins war.

The historian's note

Der Canyon-Tourismus im amerikanischen Westen expandierte in den Nachkriegsjahren der 1950er dramatisch, da Autobesitz, Autobahninfrastruktur und Urlaubspläne entlegene Naturformationen für die Mittelschicht zugänglich machten. Die Fotografie von Wasserfällen und geologischen Formationen wurde zu einem Standardbestandteil der Urlaubsdokumentation, wobei Farb-Diafilm es Familien erlaubte, solche Reisen festzuhalten und später den Nachbarn vorzuführen. Die hier sichtbare Farbwiedergabe und Sättigung—insbesondere das intensive Blau des fallenden Wassers vor beschattetem Fels—entspricht Kodachrome und ähnlichen Umkehrfilmen, die die amateurhafte Farbfotografie jener Ära dominierten. Solche Szenen wurden häufig über landschaftliche Ausflugsstrecken und etablierte Aussichtspunkte besucht, wodurch die Landschaftsfotografie zu einer partizipativen Form der Freizeitgestaltung wurde statt zu einer spezialisierten Beschäftigung.

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