Michelangelo's Medici Tombs, New Sacristy, Florence, 1970er Jahre — Archive & Atlas
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Florence

Michelangelo's Medici Tombs, New Sacristy, Florence, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-C4B82E

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On the image

Ein verstorbener Herzog sitzt in seinem Marmorstuhl, ewigen Gedanken hingegeben. Vor Jahrhunderten war es jemandem wichtig, dass er so aussieht – für alle Ewigkeit, angeblich damit Besucher seinen tiefgreifenden Einfluss verstünden. Nun sitzt er einfach dort, umgeben von ebenso steinernen Allegorien.

Seine Begleitfiguren, Personifikationen von Nacht und Tag, sind strategisch drapiert und posiert, um tiefe philosophische Wahrheiten über die menschliche Kondition und den unaufhaltsamen Lauf der Zeit zu vermitteln. Sie liegen dort, regungslos, während Generationen von Touristen vorbeigehen und sich vielleicht fragen, ob auch sie solch ein aufwendiges, stilles Denkmal erhalten werden, wenn ihre Zeit kommt.

Die gesamte Anordnung dient als Dauerdenkmal, eine große künstlerische Aussage, die viel über die Prioritäten mächtiger Familien der Renaissance spricht. Sie hatten sicher keine Kosten gescheut, um ihr Vermächtnis in Stein zu meißeln – was sich, gelinde gesagt, bewährt hat.

The historian's note

Das Bild zeigt Skulpturen aus den Medici-Gräbern, gelegen in der Neuen Sakristei der Basilika San Lorenzo in Florenz, Italien. Diese Grabmäler wurden von Michelangelo Buonarroti zwischen 1520 und 1534 geschaffen.

Die zentrale Figur ist Giuliano de' Medici, Herzog von Nemours. Unter ihm befinden sich Allegorien, die "Nacht" (links) und "Tag" (rechts) darstellen und die Unaufhaltsamkeit der Zeit symbolisieren. Der Komplex wurde von Papst Clement VII. (Giulio de' Medici) in Auftrag gegeben, um seine Familienmitglieder zu ehren.

Diese Gräber gehören zu Michelangelos bedeutendsten Leistungen in Plastik und Architektur. Sie sind ein Hauptwerk der Hochrenaissance und zeigen seine innovative Verbindung von Plastik, Architektur und allegorischer Bedeutung in einer einheitlichen Kapellenanlage.

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