Erdrutsch auf der Bahnstrecke Cusco–Machu Picchu, Peru, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Erdrutsch auf der Bahnstrecke Cusco–Machu Picchu, Peru, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-8CF78A

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On the image

Der Zug zu den Ruinen hat angehalten, weil der Berg sich einmal mehr geweigert hat, den Fahrplan zu respektieren. Ein Felssturz hat einen Brocken von der Größe eines Kleinwagens quer über die Schmalspurgleise durch das Urubamba-Tal gelegt, und ein Dutzend Männer in Arbeitskleidung hat sich versammelt, um die Sache zu besprechen – mit der gelassenen Ruhe von Leuten, die dieses genaue Problem schon viele Male zuvor sich irgendwann von selbst hat lösen sehen.

Die Passagiere haben derweil ihre eigene Lösung gefunden: Sie klettern auf die Felsen über der Strecke und schauen zu. Eine Frau mit Sonnenbrille und Windjacke wendet sich der Kamera zu, mit der milden Belustigung einer Touristin, die für eine malerische Fahrt nach Machu Picchu bezahlt hat und stattdessen eine Geologiestunde erhielt; ein Mann neben ihr stellt einen Stiefel auf den Steinhaufen, als wolle er ihn in Besitz nehmen. Unter ihnen sitzt ein Einheimischer still auf einem Felsen und wartet die Verzögerung mit der Geduld eines Menschen aus, der seinen Tag nicht in Abfahrtszeiten misst.

Hier zweifelt niemand daran, dass die Strecke von Hand, Stein für Stein, geräumt werden wird, denn das ist immer so. Die ganze Szene beruht auf derselben Annahme der 1960er Jahre, die die Reisenden überhaupt erst dieses Tal hinaufgeführt hat: dass die Anden großartig, meist kooperativ und nur gelegentlich in der Stimmung sind, allen in Erinnerung zu rufen, wer hier eigentlich das Sagen hat.

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