Kehlsteinhaus-Schild, Bayerische Alpen, 1970er Jahre — Archive & Atlas
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Kehlsteinhaus

Kehlsteinhaus-Schild, Bayerische Alpen, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-13E331

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On the image

Ein sorgfältig geschnitztes Holzschild mit zwei gehörnten Bergwildtieren und einer Alpenblume markiert den Eingang zu einem Gebäude. Das Design deutet auf einen gemütlichen Alpenrückzugsort hin – die Art von Ort, wo man heiße Schokolade trinken und die Aussicht bewundern könnte.

Unter dem Namen "KEHLSTEINHAUS" wird die exakte Höhe von 1534 Metern auffällig zur Schau gestellt, als ob diese bestimmte Höhe irgendwie Gewicht verleihen oder überlegene Lage beweisen würde. Wichtige Personen, scheint es, führen ihr Geschäft stets über der gewöhnlichen Welt – wo sie für sich einen klaren Überblick beanspruchen können.

Die gesamte Anordnung deutet auf eine Art robuste, unschuldige Bergweibheit hin, ein krasser Gegensatz zur tatsächlichen Geschichte des Gebäudes, das dieses Schild kennzeichnet. Manche Vergangenheiten, wie sich herausstellt, können mit genug Holz und genug Höhe neu vermarktet werden.

The historian's note

Das Bild zeigt das Eingangsschild zum Kehlsteinhaus, auch als Eagle's Nest bekannt, gelegen in der Nähe von Berchtesgaden in den Bayerischen Alpen, Deutschland. Als Geburtstagsgeschenk zum 50. Geburtstag für Adolf Hitler 1938 erbaut, diente es als Regierungsgästehaus und Tagungsstätte.

Im Gegensatz zu vielen anderen Bauten der Naziaera überstand das Kehlsteinhaus den Zweiten Weltkrieg größtenteils unbeschädigt. Nach dem Krieg wurde es von den Alliierten übernommen und später an die bayerische Kontrolle zurückgegeben.

In den 1970er Jahren, wie hier abgebildet, fungierte es als Bergrestaurant und Touristenziel mit Panoramablick. Seine historische Bedeutung liegt in seiner Verbindung mit der Führung des Naziregimes, insbesondere seiner Nutzung als Rückzugsort und Empfangsbereich, nun zweckentfremdet für den Tourismus.

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