Formaler Rosengarten mit Buchsbaumtor und Laterne, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Formaler Rosengarten mit Buchsbaumtor und Laterne, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-EF32F9

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On the image

Ein Mitglied dieses Gemeinderat beschloss einmal, dass Bürgersinn sich durch Heckenschnitt ausdrücken ließe, und das Ergebnis ist dieser Rosengarten, angelegt mit der geometrischen Sicherheit eines Volkes, das glaubte, die Natur verbessere sich unter Aufsicht. Das Buchsbaumtor, über Jahre zu einem blattreichen Tunnel gezogen, existiert einzig dafür, dass Besucher durch eine Tür gehen können, die zu mehr Garten führt, was man in den 1960er Jahren für kultiviert hielt.

Die gusseiserne Laterne, die über den Blumenbeeten Wacht hält, läuft jetzt mit Strom, aber ihr Entwurf ahmt immer noch die Gaslaternen eines früheren Jahrhunderts nach, weil Stadtverwaltungen Gärten und Parks schon immer Nostalgie der Ehrlichkeit über Fortschritt vorgezogen haben. Jemand schneidet diese geschnittenen Strauchkugeln entlang der Grenze mit der Hand nach Plan, die Art undankbarer Arbeit, die einen Park mühelos wirken lässt.

Niemand ist im Bild, was der Sinn eines gut gepflegten Parks an einem Wochentagnachmittag war: leer genug, dass ein Foto so tun konnte, als sei die ganze Szene für Schönheit gebaut und nicht für Bänke voller Tauben und Büroarbeiter in der Mittagspause.

The historian's note

Dies ist ein formaler städtischer Garten einer Art, die während des späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts in vielen südamerikanischen und europäischen Städten angelegt wurde, als gestaltete öffentliche Parks als wesentliche Zeichen städtischer Zivilisation und des Fortschritts galten. Die Rosenbete, geschnittene Topiarien und die ornamentale gusseiserne Laterne sind charakteristisch für die Beaux-Arts- und englischen Landschaftsstile, die in dieser Zeit für exklusive öffentliche Parks übernommen wurden, oft nach Pariser oder viktorianischen Vorbildern.

Bis in die 1960er Jahre waren solche Gärten reife, Jahrzehnte alte städtische Institutionen, die von engagierten Parkverwaltungen gepflegt wurden, geschätzt sowohl für ihre symbolische Verbindung zu Ordnung und Raffinesse als auch für öffentliche Erholung. Das hier sichtbare Buchsbaumtor und die manikürten Strauchreihen repräsentieren die arbeitsintensive gärtnerische Instandhaltung, die für solche Parks typisch war, bevor spätere Budgetkürzungen die ornamentale Instandhaltung in vielen Städten reduzierten.

Obwohl der spezifische Park von dieser Aufnahme aus nicht mit Sicherheit identifiziert werden kann, deutet die Kombination aus Rosengarten-Entwurf, dekorativer Beleuchtung und Topiarien auf einen gut ausgestatteten städtischen oder botanischen Garten hin, der aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert stammt und in dem Jahrzehnt, das diese Fotografie dokumentiert, noch in aktiver formaler Nutzung war.

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