Farmyard Fashion Pose, Orange Blouse and Bell-Bottoms, 1960s — Archive & Atlas
An interpretation of depth — not a measured reconstruction
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Farmyard Fashion Pose, Orange Blouse and Bell-Bottoms, 1960s — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-1C5F53

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On the image

Irgendjemand beschloss, die Seite einer Scheune als Kulisse für High Fashion zu nutzen, und in den 1960er Jahren war dies keine ungewöhnliche Entscheidung. Die Frau in der orangefarbenen Bluse hat sich offenbar ein Magazin-Spread gründlich angesehen – eine Hand in der Hüfte, Kinn gesenkt, Gewicht auf das hintere Bein verlagert, genau wie man es jedem Katalogmodell des Jahrzehnts beigebracht hatte. Die hinter ihr gelegene Scheunentür, grau und vom jahrelangen Wetter aufgerissen, sollte niemandem schmeicheln, doch die schwarze Samtkante ihrer Flared Trousers scheint das nicht bemerkt zu haben.

Dies ist die Ära, in der sich Bell-Bottoms aus der Marine befreiten und jeden Kleiderschrank eroberten, und in der eine Frau mit einer guten Kamera und einer begeisterten Freundin ihre eigene Fashion-Platte in Szene setzen konnte, ohne ein Studio dafür zu bezahlen. Die Maiskolben, die von rechts hereindrängten, waren nicht Teil der Bildkomposition; sie waren einfach das, was dort wuchs, gleichgültig gegenüber dem Fotoshooting, das sich vor ihnen abspielte. Die Scheunentür war auf derselben abgenutzten Spur lange vor diesem Moment hin und her gefahren, bevor jemand auf die Idee kam, sie als fotografische Kulisse zu nutzen.

Sie spielte für die Linse mit der totalen Hingabe von jemandem, der glaubt, dass dieses Bild eines Tages wieder angesehen werden wird, und tatsächlich hatte sie, rein technisch gesehen, recht.

The historian's note

Die Heimatmoden-Fotografie wurde in den 1960er Jahren allgemein zugänglich, da Farbdiafilm und kompakte 35-mm-Kameras in normale Haushalte gelangten und es Amateurfotos ermöglichten, Porträts nach Art von Magazineditorials ohne professionelle Ausrüstung in Szene zu setzen. Ländliche Grundstücke mit Scheunen, landwirtschaftlicher Ausrüstung und verwitterten Nebengebäuden wurden häufig als informelle Kulissen für solche Porträts verwendet, da sie für ihre Textur und ihren Kontrast zur zeitgenössischen Kleidung geschätzt wurden.

Die gezeigten Kleidungsstücke, eine eng anliegende Langarm-Bluse, gepaart mit weitem Samt-Trousers, stimmen mit der Mainstream-Frauenmode der Mitte bis Ende der 1960er Jahre überein, einer Zeit, die durch die Mainstream-Etablierung von Hosenkombinationen für Frauen in legeren und semi-formalen Umgebungen gekennzeichnet ist. Die Schiebescheunentür und die Konstruktion mit Brettern und Latten deuten auf ein arbeitendes Landwirtschaftsgrundstück hin, obwohl sein genaue Ort aus dem Bild allein nicht zu identifizieren ist.

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