Campanile von San Zeno Maggiore, Verona, Italien, 1970er Jahre — Archive & Atlas
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Verona

Campanile von San Zeno Maggiore, Verona, Italien, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-5EAA92

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On the image

In den 1970er Jahren suchten Reisende häufig antike europäische Bauwerke auf, vielleicht in der Hoffnung, einer zunehmend von Polyester und Disco erfüllten Welt einen bleibenden Sinn zu entlocken. Dieser beeindruckende romanische Glockenturm in Verona, Italien, hatte bereits tausend Jahre menschlicher Unternehmungen gesehen, von denen die meisten längst vergessen sind.

Der umgebende Klosterhof bot einen Moment stiller Betrachtung, einen Raum der Kontemplation, den Touristen nun schnell mit ihren neuen Farbdiafilmkameras dokumentierten. Die kahlen Steinmauern und schattigen Bögen boten einen visuellen Gegenpol zu den hellen, flüchtigen Moden der Epoche und deuteten darauf hin, dass manche Dinge schlicht jenseits der Launen von Quartalszyklen standen.

Man kann sich vorstellen, dass der Fotograf, nachdem er einen relativ kleinen Fiat durch enge italienische Straßen manövriert hatte, eine gewisse Genugtuung empfand, dieses Denkmal der Beständigkeit festgehalten zu haben. Der Turm, völlig gleichgültig gegenüber den kulturellen Verschiebungen des Jahrzehnts, setzte einfach seine Aufgabe fort, alt und sehr groß zu sein.

The historian's note

Diese Fotografie aus den 1970er Jahren zeigt die Campanile (Glockenturm) der Basilika San Zeno Maggiore in Verona, Italien. Die Basilika gilt als eines der schönsten Beispiele der italienischen Romanik.

Die Campanile, begonnen 1045 und vollendet 1386, ist über 70 Meter hoch und verfügt über sieben Geschosse, von denen jedes mit einer charakteristischen Serie von Arkadenfenstern geschmückt ist. Ihre Bauzeit erstreckte sich über mehrere Jahrhunderte und spiegelt die sich entwickelnde romanische Stilrichtung wider.

San Zeno Maggiore ist weiterhin eine aktive römisch-katholische Basilika und ein bedeutendes geschichtliches und künstlerisches Denkmal in Verona, das zahlreiche Besucher und Gelehrte anzieht, die sich für ihre mittelalterliche Kunst und Architektur interessieren.

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