Umgenutzte Schmiedeeiserne Wiege aus den 1970er Jahren — Archive & Atlas
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Umgenutzte Schmiedeeiserne Wiege aus den 1970er Jahren — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-D643AE

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On the image

In den 1970er Jahren bedeutete das Konzept der "Funktionskunst" häufig Haushaltsgegenstände mit reichlich Zierschnörkeln. Dieses Stück, eine verzierte Wiege, wurde mit besten Absichten für die Pflege von Neugeborenen entworfen, vermutlich in einer Farbe, die zum Avocadogrün oder Erntegelb des Kinderzimmers passte.

Wie viele wohlmeinende Objekte fand es jedoch seine eigentliche Bestimmung schließlich als Ablageort für Papier — möglicherweise alte Magazine, Rechnungen oder ungelesene Bücher. Die Person, die dahinter steht, gegen das helle Licht von außen silhouettiert, scheint diese Umwandlung zu durchdenken, oder bewegt vielleicht einfach den neuesten Stapel unerwünschter Post.

Man kann nur annehmen, dass das ursprüngliche Kind, nun erwachsen, auf Fotos seines verschnörkelten Bettes zurückblickt und sich fragt, ob die eigene Lebensweg so klar definiert war wie die letztendliche Rolle dieses Möbelstücks in der Abfallwirtschaft.

The historian's note

Das Bild zeigt eine Person in einer häuslichen Umgebung, gerahmt durch intensive Gegenlichtbeleuchtung, die mit einer schmiedeeisernen Wiege interagiert. Solche dekorativen Metallmöbel mit Zierschnörkeln waren ein verbreiteter Stil in der Wohnungseinrichtung der Mitte bis späten 20. Jahrhunderts, besonders prominent in den 1970er Jahren.

Ursprünglich für Säuglinge bestimmt, wurden diese Wiegen häufig zu Lagerstätten für Gegenstände wie Zeitungen, Magazine oder Haushaltsartikel umgenutzt, wenn Kinder ihnen entwuchsen. Diese Praxis zeigt die adaptive Nutzung häuslicher Gegenstände im Laufe verschiedener Lebensabschnitte.

Der Wohnhintergrund, erkennbar an sichtbaren Dachziegeln, deutet auf eine typische Wohn- oder Stadtumgebung der Epoche hin.

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