Familienporträt über drei Generationen auf Backsteintreppenstufen, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Familienporträt über drei Generationen auf Backsteintreppenstufen, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-8A217B

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On the image

Jemandes Backsteinkolonial mit weißen Säulen war offenbar zum Familiensitz auserkoren worden – das typische Haus, das für Familientreffen hervorgeholt wurde, genau weil es wie Wohlstand aussah, wenn man es fotografierte. Die beiden alten Männer auf der niedrigen Mauer haben sich gegen das Stehen entschieden, einer hält seinen Hut noch immer fest wie für einen schnellen Fluchtausgang, was darauf hindeutet, dass sie dies schon öfter getan hatten und wussten, wie lange diese Dinge dauerten.

Die mittlere Generation ordnet sich in der klassischen Familienpyramide an – die größten Männer hinten, Frauen in zeitgerechten Wickelkleidern, die das Ganze mit verschränkten Händen und geduldigen Mienen zusammenhalten. Jemand im grünen Kleid wurde offenbar zur Frau ernannt, die dafür zuständig ist, alle in eine Reihe zu bringen – eine Rolle, die in den meisten Familien unbezahlt, undankbar und dauerhaft ist.

Die vier Kinder vorne wurden in ein passendes regungsloses Stehen eingeübt, weiße Socken und Schnallenschuhe alle vorhanden und berücksichtigt, die Universaluniform von Kindern, denen man gesagt hat, dass dies nur eine Minute dauern wird. Es tut es nie, und vierzig Jahre später ist dies das einzige Foto, bei dem in dieser Familie überhaupt jemand alle Namen nennen kann.

The historian's note

Dies ist ein mehrgenerationales Familiengruppen-Porträt vor einem Backsteinhaus mit klassischer Portikus – eine häufige häusliche Architekturkonfiguration in der amerikanischen Vorstadt- und Kleinstadt-Bauweise der Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Komposition, die Kleidungsstile und die informelle Anordnung auf den Treppenstufen entsprechen einem Familientreffen oder Feiertagsfoto-Porträt, das typisch für die 1960er Jahre ist.

Solche Porträts wurden üblicherweise bei größeren Familienbesuchen aufgenommen, oft um Feiertage oder Meilenstein-Ereignisse koordiniert, wobei Ältere saßen und jüngere Generationen stehend dahinter angeordnet waren – eine Konvention, die von der Studio-Fotografie des 19. Jahrhunderts geerbt, aber an die Wohnraumsetting angepasst wurde, als die Amateurfarb-Fotografie in den Nachkriegshaushalten weit verbreitet wurde.

Die Kleidung, die Frisuren und das Vorhandensein einer Lampenleuchte und gepaarter gewölbter Fenster, die die Tür flankieren, ordnen das Haus als amerikanische Mittelzentury-Residenz ein – wahrscheinlich in einem neo-kolonialen Revivalstil erbaut, der in den Nachkriegsjahrzehnten beliebt war.

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