Rockhounds und ihre Straßenbeute, Landstraße, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Rockhounds und ihre Straßenbeute, Landstraße, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-38E552

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On the image

Fünf Männer haben den Kombi auf den Seitenstreifen gezogen und ein Tuch auf dem Kies ausgebreitet – das universelle Zeichen eines ernst genommenen Hobbys. Rockhounding erlebte in den 1960er Jahren in Amerika einen Boom, vermarktet an Wochenend-Geologen durch Magazine und Pamphlete aus dem Baumarkt als das eine Hobby, bei dem ein Mann die Landstraßen abfahren, seinen Kofferraum mit Trümmern füllen und das Wissenschaft nennen konnte.

Die Hüte leisten hier viel Arbeit. Strohhüte und Filzkrempen, verspiegelte Sonnenbrillen und gestärkte Khakis sind die Uniform von Männern, die entschieden haben, dass ein Straßengraben die gleiche Seriösität verdient wie eine richtige Expedition, und die hochgeklappte Heckklappe des Kombis steht an Stelle eines Feldzelts. Was immer sie aus diesem Straßenabschnitt herausgekratzt haben, liegt nun fächerförmig auf dem Tuch ausgebreitet, in der klassischen Pose des Naturfreunds: noch nicht bestimmt, schon Trophäen.

Niemand in der Gruppe sieht aus, als würde er erwarten, dass die Beute in einem Museum landet, und keiner dieser Gegenstände wird es dorthin schaffen. Die Fotografie existiert, weil das Finden wichtiger war als die Funde, und das ist der ganze stille Sinn eines Hobbys.

The historian's note

Die Szene dokumentiert eine verbreitete Freizeitbeschäftigung der 1960er Jahre in den USA: das Sammeln von Steinen, Mineralien oder Fossilien am Straßenrand, oft von lokalen Clubs informell organisiert oder von kleinen Gruppen von Freunden und Arbeitskollegen an Wochenendfahrten durch ländliche Gegenden durchgeführt. Der Bau von Interstates und Bundesstraßen während dieses Jahrzehnts legte frische Felskanten und Kiesbetten frei, die von Sammlern gerne nach Exemplaren durchsucht wurden.

Der abgebildete Kombi mit seiner herabgeklappten Heckklappe, die als Ausstellungs- und Arbeitsfläche diente, war das Standardfahrzeug der Familie dieser Zeit und funktionierte zugleich als informelle Feldausrüstung für solche Ausflüge. Die Kleidung, die Brillen und die gestellte Anordnung um ein ausgebreitetes Tuch mit Funden spiegeln eine verbreitete Konvention wider, Sammelfahrten zu dokumentieren, eine Praxis, die mit dem wachsenden populären Interesse dieser Epoche an Geologie und Naturgeschichte als Freizeit statt Berufsarbeit verbunden ist.

Kein spezifischer Ort, Namen oder Vereinszugehörigkeit lässt sich aus dem Bild selbst feststellen.

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