Niagara Falls Overlook and Parking Lot, Ontario, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Niagara Falls Overlook and Parking Lot, Ontario, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-1A8297

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On the image

In den 1960er Jahren hieß Niagara Falls sehen, es von hinter einer Windschutzscheibe zu sehen, um dann auszusteigen und sich gegen ein Geländer zu lehnen, genau so lange, bis man bestätigt hatte, dass die Fälle immer noch fielen. Der Parkplatz hier war mit derselben unausgesprochenen Hierarchie angeordnet wie ein Kirchenkaffee – Limousinen und Kombis in sorgfältig gewählten Winkeln eingeparkt, jedes ein kleines Denkmal für den Anteil einer Familie an der Nachkriegswirtschaft. Der Tourismus an den Fällen war bis dahin zu einer Art Bürgerpflicht der amerikanischen Mittelklasse geworden, der Ruf als Hochzeitsreiseziel fungierte gleichzeitig als Klischee und Verpflichtung.

Die Besucher selbst sind in ihrem eigenen Urlaubsfoto fast ein Nachgedanke – kleine dunkle Formen, aufgereiht entlang des Zauns, während das eigentliche Spektakel hinter ihnen ungestört von menschlicher Meinung braust. Horseshoe Falls schwenkt links ab, American Falls stürzt rechts hinab, und dazwischen steht ein Aussichtsturm, der speziell dafür gebaut wurde, damit Menschen dafür bezahlen konnten, von etwas höher oben genau das Gleiche zu sehen, das sie ohnehin kostenlos bereits anschauten. Niemand auf dem Platz scheint diese Anordnung seltsam zu finden – was selbst wieder ein Denkmal darstellt.

Das, was das Wasser in diesem Jahrzehnt tat, tat es zehntausend Jahre lang ohne Parkgebühr. Die Autos werden verkauft, die Mäntel werden aus der Mode kommen, und die Fälle werden weiterhin Groschen von Menschen einkassieren, die überzeugt sind, dass ihr Besuch der entscheidende ist.

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