Formationsflug mit Zirrusspuren, Airshow-Himmel, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Formationsflug mit Zirrusspuren, Airshow-Himmel, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-20CB9E

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On the image

Fünf Düsenjäger durchqueren das Bild mit Bug unten und Flügelspitzen dicht beieinander, fünf parallele Kondensstreifenspuren hinter sich herlassend, über einem Himmel, der ansonsten völlig ungestört wirkt. Niemand fotografiert eine Formation wie diese aus Zufall. Jemand stand auf einem Feld, den Nacken gebeugt, die Kamera geradewegs nach oben gerichtet, weil der ganze Sinn einer Airshow der 1960er Jahre darin bestand, mehrere Millionen Dollar Düsentriebwerk mühelos wirken zu lassen.

Die Enge der Formation war die Vorstellung. Luftwaffen dieser Epoche gaben enorme Budgets aus, um Piloten beizubringen, so nah beieinander zu fliegen, dass das Publikum staunte, und das Staunen war die eigentliche Rechtfertigung des Budgets, da Steuerzahler selten zu Kosten-Nutzen-Briefings eingeladen wurden, aber regelmäßig zu Airshows. Die Kondensstreifen, die hinter ihnen hängen, erledigen das Prahlen, das die Düsenjäger selbst aus dieser Entfernung nicht direkt leisten können.

Wer die Kamera hielt, bekam einen sauberen Durchgang und einen ansonsten leeren Himmel, gegen den es nichts einzuwenden gab. Das war die Spielregel bei Airshows damals: Man bekam einen Blick, keine Wiederholung, und man entschied im Glauben, dass die Formation die ganze Zeit über so eng gewesen war und nicht nur für die Sekunde, in der der Verschluss es festgehalten hatte.

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