Vater und Tochter, Porträt im Hinterhof, 1960er Jahre — Archive & Atlas
An interpretation of depth — not a measured reconstruction
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Vater und Tochter, Porträt im Hinterhof, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-2209EA

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On the image

Jemand hat dem Fotografen in genau dem falschen Moment eine Kamera in die Hand gedrückt, was normalerweise der einzige Moment ist, der es wert ist, festgehalten zu werden. Das Mädchen vorne hat sich die Augen mit dem ganzen Einsatz eines Teenagers der Ära geschminkt, den dunklen Lidstrich nach oben geschwungen, wie jedes Modemagazin des Jahrzehnts bestand, und sie blickt an der Linse vorbei, als wäre der eigentliche Fokus irgendwo ganz anders.

Ihr Vater, dicht hinter ihrer Schulter, schaut nicht auf das, das sie ansieht. Er schaut auf die Kamera, oder möglicherweise durch sie hindurch, mit dem charakteristischen Blick eines Mannes, der den ganzen Nachmittag damit verbracht hat, ein Auge auf seine Tochter und ein Auge auf wen auch immer sie gerade gesprochen hat gerichtet zu halten. Es ist ein Blick, der die 1960er Jahre um ungefähr die gesamte Menschheitsgeschichte vorauseilt und die Frisuren des Jahrzehnts um einen ansehnlichen Spielraum überdauern wird.

Der Hinterhof hinter ihnen, ganz weiches grünes Gebüsch und Veranda-Licht, macht sein Bestes, um einen friedlichen Nachmittag in der Vorstadt zu imitieren. Niemand im Bild lässt sich täuschen.

The historian's note

Dies ist eine Haushalts-Schnappschuss, typisch für Amateurfarb-Fotografie aus den 1960er Jahren, als Heimkameras mit Diafilm erschwinglich wurden und Familientreffen routinemäßig in nahen, ungezwungenen Porträts statt in gestellten Studioporträts dokumentiert wurden.

Der Kosmetikstil bei der jüngeren Person, mit stark betonten und schattierten Augen, spiegelt die Mod- und Jugendkultur-Schönheitstrends wider, die sich in den 1960er Jahren durch die westliche Mode ausbreiteten, beeinflusst von britischer und amerikanischer Popkultur. Solche Bilder, aufgenommen in gewöhnlichen Hinterhöfen statt in professionellen Umgebungen, bilden einen großen Teil des überlieferten visuellen Archivs des alltäglichen Mittelklassen-Lebens aus dieser Zeit.

Kein spezifischer Ort oder keine Identität kann aus dem Bild selbst ermittelt werden.

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