Farmyard Animal Show, Roadside Petting Zoo, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Roadside petting zoo (United States, unspecified)

Farmyard Animal Show, Roadside Petting Zoo, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-62D37D

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On the image

Ein Mann im kurzärmeligen Hemd steht auf einer niedrigen Holzplattform und hält ein junges Reh an einer Leine – genau das, was jeder Angestellte einer Roadside-Attraktion in den 1960ern tat: das Tier Fremden präsentieren, als hätte es dem zugestimmt. Ein Seil, das zwischen einem einzelnen gestreiften Pfosten und dem Gebäude gespannt ist, dient als gesamte Sicherheitsbarriere, was damals für ausreichend befunden wurde, in der Annahme, dass Kinder einfach entscheiden würden, nicht unter einem Seil hindurchzuducken.

Die Menge darunter, größtenteils von hinten zu sehen, hat sich mit geduldiger Disziplin arrangiert – Menschen, die Eintritt gezahlt haben und ihr Geld auch herausbekommen wollen. Hinter dem Zaun verspricht ein handgeschriebenes Schild mit FARMY genau die Art von mit Schindeln gedeckter, mit Spaltholz gebauter, folklorischer Unternehmung, die entlang amerikanischer Highways florierte, sobald Familienautoreisen zum nationalen Zeitvertreib wurden. Niemand hier zweifelt daran, dass es wert ist, einen Mann ein Reh halten zu sehen – denn in der Roadside-Touristik der 1960er Jahre war es das meist auch.

Das Reh steht mit der resignierten Haltung eines Tieres, das diese Show schon öfter gemacht hat und genau weiß, wie sie endet: zurück in den Stall, kein Applaus, morgen dasselbe.

The historian's note

Roadside Petting Zoos und kleine Bauernhöfe verbreiteten sich in den 1960er Jahren in den Vereinigten Staaten und Teilen Europas, als der Familienautotourismus entlang neu gebauter Autobahnsysteme expandierte. Bescheidene, familiengeführte Betriebe wie der hier gezeigte kombinierte rustikale Architektur, zahme oder ruhige Tiere und einfache Seil-und-Pfosten-Barrieren als ihre gesamte Sicherheitsinfrastruktur, was eher die Standards der Zeit widerspiegelte als eine besondere Fahrlässigkeit.

Solche Attraktionen erhoben normalerweise kleine Eintrittsgebühren und verließen sich auf wiederholte regionale Besucher statt auf nationale Werbung, mit Namen, die direkt auf Holzschildern gemalt waren, wie in dem teilweise zu lesenden Schriftzug FARMY zu sehen. Diese Orte hinterlassen selten Spuren in der historischen Überlieferung außerhalb persönlicher Reisefotografien, weshalb informelle Bilder wie dieses eine primäre Quelle für das Verständnis von volkstümlichem Tourismus der Mitte des Jahrhunderts darstellen.

Die Anwesenheit eines Tierpflegers, der aktiv ein Tier vor einem Publikum präsentiert, situiert diese Szene innerhalb der breiteren Tradition von Lehr- oder Demonstrationsausstellungen für Bauernhöfe, die an Zoos, Jahrmärkten und Roadside-Plätzen während des gesamten Jahrzehnts verbreitet waren.

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