Farm-Rinder-Porträt, 1970er Jahre — Archive & Atlas
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Farm-Rinder-Porträt, 1970er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1970–1979

AA-2026-C50D03

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On the image

Ein junges Rind, vielleicht ein Mastbulle, präsentiert sein Profil dem Fotografen, sein Fell dick und etwas struppig, genau wie die Natur es für ein Tier vorgesehen hat, das dazu bestimmt ist, Gras in andere, kommerziell wertvollere Produkte umzuwandeln. Die kurzen, sich entwickelnden Hörner erinnern daran, dass selbst ausgestellte Tiere ihren eigenen Zeitplan für die Erlangung der vollständigen Kuhhaftigkeit haben.

Dahinter deutet ein Gebäude mit gewölbten Buchten und einem weißen Zaun auf eine kontrollierte Umgebung hin, möglicherweise einen historischen Bauernhof oder einen öffentlichen Streichelzoo, wo die Öffentlichkeit Kühe in einem leicht kuratierten Lebensraum beobachten konnte. Diese Art von Anordnung ermöglichte es Stadtbewohnern, sich wieder mit den einfachen Wahrheiten der Landwirtschaft zu verbinden, ohne – vermutlich – zu nah an die tatsächlichen Gerüche heranzukommen.

Das Tier starrt neben der Kamera mit der milden Gleichgültigkeit, die Tieren gemein ist, deren täglicher Plan erhebliche Pausen zum Stillstehen und Kauen vorsieht, vollkommen zufrieden, Teil der ländlichen Szenerie zu sein, für die Stadtbewohner in den 1970er Jahren viel Geld zahlten. Seine primäre Funktion war in diesem Moment, wie eine Kuh auszusehen, und es glänzte darin.

The historian's note

Dieses Bild zeigt ein domestiziertes Rindervieh, wahrscheinlich eine Rinderrasse wie Angus aufgrund seiner dunklen, durchgehenden Färbung und seiner hornlosen (oder kurzgehörnten) Natur, fotografiert in den 1970er Jahren. Die Hintergrundarchitektur mit gewölbten Öffnungen und einem weißen Zaun ist charakteristisch für eine Farm- oder Rancheinstellung, möglicherweise eine für die Öffentlichkeit zugänglich.

In den 1970er Jahren führten Interesse an landwirtschaftlichem Erbe und ‚Zurück-zur-Natur'-Bewegungen zur Gründung oder Popularisierung vieler öffentlicher Bauernhöfe, Streichelzoos und Freilichtmuseen in den Vereinigten Staaten und anderen Industrienationen. Diese Orte zielten darauf ab, die Öffentlichkeit über Landwirtschaftspraktiken und Tierzucht aufzuklären.

Solche Attraktionen boten Chancen für städtische Bevölkerungen, die zunehmend von ländlichem Leben abgekoppelt waren, Nutztiere aus nächster Nähe zu beobachten. Die Präsenz dieser Tiere war ein zentraler Anziehungspunkt und bot eine greifbare Verbindung zu Nahrungsquellen und der historischen landwirtschaftlichen Wirtschaft.

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