Enten kolonisieren eine überflutete Baustelle, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Enten kolonisieren eine überflutete Baustelle, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-4309CB

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On the image

Jemand hatte hier Betonfundamente gegossen und Stahlpfosten für ein geplantes Gebäude gesetzt, und dann stoppte das Projekt aus Gründen, die den Enten nie mitgeteilt wurden. Regen und Abfluss taten das Übrige und verwandelten die Grabung in einen flachen braunen Teich, und das Geflügel der Gegend beschloss kurzerhand, dass dies nun sein Eigentum war.

Ein Dutzend Stockenten und hausähnlich wirkende Enten paddeln zwischen den Bewehrungsstummeln umher, als wären die Pfosten zu ihrem Vorteil aufgestellt worden, was in gewisser Weise nun der Fall ist. Die auf einer Seite aufgestapelten Bruchsteine deuten darauf hin, dass jemand das Projekt schließlich doch noch fertigstellen wollte, nach der Theorie, dass Steinlieferungen als Fortschritt zählen. Nichts in der Szene deutet auf Dringlichkeit hin.

Dies ist das Schicksal einer großen Zahl von Infrastrukturprojekten des mittleren 20. Jahrhunderts in abgelegenen oder Grenzregionen: Das Budget, die Jahreszeit oder die Geduld des Kunden erschöpfte sich, bevor der Beton es tat. Die Enten waren einfach die ersten Mieter, die die Leerstand bemerkt hatten.

The historian's note

Die Szene zeigt eine unvollendete Baustelle, wahrscheinlich in einer nördlichen oder subarktischen Gegend, wie die jenseits des Zauns sichtbare Fichtengrenze vermuten lässt, die überflutet wurde und von lokalen Wasservögeln umgenutzt worden ist. Stahlstützpfosten und eine teilweise Portalkran-Struktur deuten darauf hin, dass ein Gebäude- oder Dockfundament in Arbeit war; die umliegenden Bruchsteine deuten auf Ufer- oder Böschungssicherungsarbeiten hin, die während des Ressourcen-Entwicklungsbooms der 1960er Jahre in ganz Kanada und Alaska üblich waren.

Stillgelegte oder verzögerte Bautätigkeit war in abgelegenen Regionen während dieser Zeit nicht ungewöhnlich, wo kurze Arbeitssaisons, Lieferlogistik und Finanzierungszyklen häufig Projekte für Monate oder Jahre unterbrachen. Solche teilweise planiert und oft staunass hinterlassenen Stellen wurden zu unbeabsichtigtem Feuchtgebiet, eine häufige, aber selten dokumentierte Nebenfolge der Entwicklung in nördlichen Breiten im mittleren 20. Jahrhundert.

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