Stierkampfarena mit Kolonialstadt, Mexiko, 1960er Jahre — Archive & Atlas
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Mexico, likely Oaxaca region

Stierkampfarena mit Kolonialstadt, Mexiko, 1960er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-E55DD7

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On the image

Eine leere Stierkampfarena in den 1960er Jahren rahmt eine koloniale mexikanische Stadt, die sich einen Berghang hinaufzieht—die Architektur des Schauspiels trifft auf die Architektur des dauerhaften Wohnens. Die abgestuften Betonsitzreihen und Eisengeländer der Arena sind in den Primärfarben bürgerlichen Stolzes gehalten—tiefe Rot- und Gelbtöne—während die Stadt selbst verstreut und dicht bebaut auf dem Hang dahinter liegt, eine Geografie gewöhnlichen Lebens, die einzig dazu existiert, von diesem besonderen Standpunkt aus betrachtet zu werden. Die Kamera steht im Inneren des Bauwerks, aufgenommen durch einen Torbogen, was bedeutet, dass jemand diese Sitzplätze für Menschen gebaut hat, die sie füllen sollten, und der Fotograf positionierte sich genau dort, wo ein Zuschauer sitzen würde, und dokumentierte nicht das Ereignis, sondern dessen Fassungsvermögen. Die Stierkampfarena war moderne Infrastruktur im Dienste einer alten Tradition, und in den 1960er Jahren waren sich beide bereits bewusst, beobachtet zu werden.

The historian's note

Die Stierkampfarena scheint sich in einer Kolonialstadt in Zentral- oder Südmexiko zu befinden, vermutlich Oaxaca oder einer ähnlichen Region, in der der Stierkampf während der 1960er Jahre eine bürgerliche Institution blieb. Die Architektur—abgestufte moderne Betonkonstruktion mit Eisengeländern—stammt aus dem Wiederaufbau oder der Erweiterung solcher Anlagen in der Mitte des 20. Jahrhunderts, als Städte in dauerhafte Bauwerke investierten, um zu formalisieren, was zuvor ein umherziehendes Schauspiel gewesen war. Die koloniale Siedlung, die auf dem Berg dahinter zu sehen ist, ist typisch für spanische Kolonialsiedlungsmuster im mexikanischen Hochland, mit dichten Wohnclustern, die sich an steiles Gelände schmiegen. In den 1960er Jahren stellte das Fotografieren solcher Szenen ein dokumentarisches Interesse an der mexikanischen Bürgerkultur und ihrer physischen Anlage dar, in einem Moment, in dem traditionelle Praktiken und moderne Infrastruktur ohne offensichtlichen Widerspruch koexistierten.

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