Baby in die Höhe gehalten für die Kamera, Kodachrome-Dia aus den 1960er Jahren — Archive & Atlas
An interpretation of depth — not a measured reconstruction
Depth is precomputed and interpretive — the scene falls back to the flat image where a browser can't render it.

Baby in die Höhe gehalten für die Kamera, Kodachrome-Dia aus den 1960er Jahren — Archive & Atlas

Unattributed 1960–1969

AA-2026-FDBDF5

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On the image

Jemand hat dieses Baby in die Höhe gerissen, der Sonne entgegen, und das Baby, wenig begeistert, blinzelt gegen das Gerät an, das ihm nun den Himmel versperrt. Dies ist die klassische Pose der Hausfotografie der 1960er Jahre: das Kind so nah wie möglich ans Objektiv, getrieben von der Theorie, dass Nähe gleichbedeutend mit Gefühl ist, und die Schärfe kümmere sich selbst. Das Ergebnis ist weniger Porträt als Konfrontation, Baby gegen Kodachrome, und das Baby verliert.

Hinter dem kleinen Drama kämpfen ein gestreiftes Hemd und ein gestreiftes Lätzchen mit demselben Muster in zwei verschiedenen Maßstäben – die Art von passender häuslicher Textiliwahl, die Familien damals ohne Ironie trafen. Ein Telefonmast und die Ecke eines Daches drängen sich an den Bildrand, Beweis dafür, dass dem Fotografen das Babygesicht im Bild wichtiger war als der Ort, an dem er stand. Der Himmel, übergesättigt und schuldlos, dient als Hintergrund, den niemand auch nur zu wählen versuchte.

Dies ist das private, unrühmliche Ende des Familiendia-Archivs, die Aufnahme nicht um der abstrakten Nachwelt willen gemacht, sondern weil eine Großmutter irgendwo Beweis brauchte, dass das Baby gewachsen war. Millionen dieser Dias wurden gemacht und einmal projiziert, auf ein Bettlaken oder eine Wand, vor Verwandten, die das Richtige sagten. Die meisten wurden nie abgezogen, genau deshalb überstand dieses hier nur als Dia, wartend darauf, dass jemand es Jahrzehnte später wieder ins Licht hielt.

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