Herbstliche Espen an einer Straße in den Rocky Mountains, Colorado, 1950er Jahre — Archive & Atlas
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Colorado Rockies

Herbstliche Espen an einer Straße in den Rocky Mountains, Colorado, 1950er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1950–1959

AA-2026-DB8C72

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On the image

Jemand hielt das Auto dafür an, was in den 1950er Jahren bedeutete, halb auf den Kiesstreifen zu fahren und zu hoffen, dass nichts um die Kurve kam. Die Espen hatten sich über Nacht verfärbt, wie sie es in großer Höhe tun, ein ganzer Berghang in der Farbe eines Schulbusses, und der Familien-Kodachrome kam zum Einsatz, weil man annahm, eine solche Landschaft sei vergänglich, wenn man sie nicht sofort fotografierte.

Die Gipfel im Hintergrund tragen noch alten Schnee in ihren oberen Falten, was jedem, der schon einmal in den Rockies gewesen war, sagte, dass das Gold hier unten binnen einer Woche verschwunden sein würde. Niemand im Auto musste den Namen des Berges kennen, um zu wissen, dass er den Film wert war; ein guter Ausblick war seine eigene Referenz.

Was sie eigentlich festhielten, ohne es ganz zu beabsichtigen, war die neue Gewohnheit der Mittelschicht, aus keinem anderen Grund als der Aussicht wegen nach Westen zu fahren, und darauf zu vertrauen, dass eine kleine Rolle Chemie etwas bewahren würde, das die Erinnerung allein zu verlieren drohte.

The historian's note

Diese Szene dokumentiert ein verbreitetes Freizeitmuster der Nachkriegs-USA: die Familien-Autoreise durch die Rocky Mountains, die in den 1950er Jahren zunehmend häufiger unternommen wurde, da Autobesitz und asphaltierte oder verbesserte Schotterstraßen hochgelegene Landschaften für gewöhnliche Reisende neu zugänglich machten. Bei den goldenen Hainen handelt es sich um Amerikanische Zitterpappeln (Populus tremuloides), die sich Ende September in Höhen von etwa 8.500 Fuß in den Colorado Rockies verfärben, was am ehesten mit einem herbstlichen Besuch der Front Range oder einer Route wie dem Trail Ridge Road im Rocky Mountain National Park übereinstimmt, wobei sich der genaue Ort allein aus dem Bild nicht bestimmen lässt.

Die unbefestigte Straße im Vordergrund spiegelt den Zustand vieler Bergstraßen dieser Zeit wider, lange bevor die vollständige Asphaltierung die höheren Pässe erreichte. Die Farbdiafotografie, die im Laufe des Jahrzehnts für Amateurreisende neu erschwinglich wurde, machte Bilder wie dieses zu einem Teil einer wachsenden persönlichen Aufzeichnung des Nationalpark- und Wildnistourismus.

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