Amerikanisches Familienporträt auf einer Veranda, 1950er Jahre — Archive & Atlas
An interpretation of depth — not a measured reconstruction
Depth is precomputed and interpretive — the scene falls back to the flat image where a browser can't render it.

Amerikanisches Familienporträt auf einer Veranda, 1950er Jahre — Archive & Atlas

Unattributed 1950–1959

AA-2026-B2EDD9

The Archivist
Ask about this image
Archivist
Sign in to ask the Archivist about this image.
Step into the scene
Off by default. Turning it on lets the image respond to your cursor with a shallow sense of depth, rebuilt from a depth map computed when the image was catalogued. It is an interpretation for looking, not a measured 3D model — and it falls back to the flat image where the browser can't render it.

On the image

Ein perfektes Familienporträt der 1950er Jahre erforderte, dass alle anwesend waren und idealerweise in die Richtung der Kamera blickten. Der Patriarch dieser Familieneinheit scheint den genauen Moment zu kontemplieren, in dem seine nächste Mahlzeit eintreffen wird, oder vielleicht die existenzielle Angst vor der Versorgung eines wachsenden Haushalts.

Seine Frau verankert derweil die Szene mit dem neuesten und kooperativsten Familienmitglied, dessen Hauptbeitrag lediglich darin besteht, ruhig in einer Decke zu existieren. Die älteren Jungen zeigen die unterschiedlichen Grade der Begeisterung, die man von Kindern erwarten könnte, die gebeten werden, ihr Leben für ein Foto zu unterbrechen.

Ein Junge schafft es, ein geübtes Lächeln zu zeigen, während der jüngere, gekleidet in die damaligen allgegenwärtigen kurzen Hosen und hohen Socken, einen Blick bietet, der andeutet, dass er wichtigere Dinge zu tun hat, als für die Nachwelt zu posieren. So wurde Familiengeschichte festgehalten: mit einer Mischung aus Pflicht, leichter Langeweile und einem gerade neu geprägten Menschen.

The historian's note

Dieses Bild erfasst eine amerikanische Familie während der Nachkriegs-Babyboom-Ära nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Familieneinheit, oft aus mehreren Kindern bestehend, war zentral für das kulturelle und soziale Gefüge der 1950er Jahre und repräsentierte Stabilität und Wohlstand.

Formelle und halbformelle Familienporträts waren verbreitet und dienten als Aufzeichnung von Wachstum und als Symbol für Ideal des Familienlebens. Solche Fotografien präsentierten oft ein idealisiertes Bild, dokumentieren aber auch die greifbare Gegenwart von Individuen innerhalb eines spezifischen sozioökonomischen Kontextes.

Die Einstellung auf einer Wohnveranda spiegelt eine häufige Praxis der informellen Heimfotografie wider und erfasst sowohl den Alltag als auch gestellte Momente. Sie bietet Einblick in gewöhnliche Familienstrukturen und Kindererziehungspraktiken des mittleren 20. Jahrhunderts.

Subjects & keywords — each links to a search

From the community

Identifications, corrections, and discussion from readers — reviewed by a librarian before appearing here.

Sign in to add an identification, correction, or comment.

No notes yet — be the first to add what you know about this image.

Archive & Atlas — The Archive AA-2026-B2EDD9 · jpg · Open